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Naußlitz: Bauhof und Eltern motzen Spiel- und Bolzplatzanlage bis April 2017 auf

Dorfleben Naußlitz: Bauhof und Eltern motzen Spiel- und Bolzplatzanlage bis April 2017 auf

In der Spielplatz-Frage sind die Stadtverwaltung Roßwein und die Bewohner von Naußlitz einen Schritt wichtigen weiter. Der Platz in dem kleinen Ortsteil bleibt erhalten, wird sogar bis zum April des nächsten Jahres aufgepeppt. Die Freiluftkegelbahn, der Sanitäranbau am Wäscherolle-Häuschen und Sitzelemente aus Beton verschwinden.

Das Klettergerüst und die Überdachung der Freifläche erhalten einen neuen Anstrich.

Quelle: Olaf Büchel

Naußlitz. In der Spielplatz-Frage sind die Stadtverwaltung Roßwein und die Bewohner von Naußlitz einen Schritt weiter gekommen. Der Platz in dem kleinen Ortsteil bleibt erhalten, wird sogar bis zum April des nächsten Jahres aufgepeppt. Die alte Freiluftkegelbahn, der ehemalige Sanitäranbau am Wäscherolle-Häuschen und einige Sitzelemente aus Beton verschwinden allerdings gerade.

„Wir wollen den Naußlitzern ihre Freizeitfläche nicht wegnehmen“, hatte Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) vor einigen Wochen beteuert. Diese Worte waren wichtig. Kam doch ein Schreiben der Stadtverwaltung, das diese im Zusammenhang mit einem geplanten Spielplatz am Ossiger Sonnenhof an die Familien in Naußlitz verschickt hatte, teilweise gar nicht gut an. Denn darin stand, dass mit dem Neubau in Ossig der Spielplatz in Naußlitz seine Funktion verlieren, aber als Bolzplatz hergerichtet werden soll. „Ich behaupte fest, dass vielen Naußlitzern das Herz blutet. Was jetzt gemacht und veranstaltet wird, ist nicht in Ordnung“, schrieb danach „Ur“-Einwohner Günter Hummitzsch an die DAZ. „Mir tut der Vertreter unseres Dorfes im Stadtrat leid. Er steht doch im Rathaus auf verlorenem Posten“, so Hummitzsch weiter. Er meinte damit den Naußlitzer Stadtrat Christian Senftleben (CDU), der sich gleich nach Bekanntwerden des städtischen Schreibens im Namen der Naußlitzer Kinder für den Erhalt des Speilplatzes stark machte.

Inzwischen dürften sich die Wogen geglättet haben. Denn wie versprochen gab es mit Vertretern der Stadt sowie Naußlitzer Eltern und Kindern eine Vorortbegehung, wobei sich die Teilnehmer auf den Erhalt der Spielfläche und deren Verbesserung einigten. Einige Arbeiten, wie die Demontage der Kegelanlage und des Sanitäranbaus sind bereits durch Bauhofmitarbeiter erfolgt. „Das abgebaute Material wird noch entsorgt“, erklärte Bauhofchefin Monika Weigel am Dienstag. Weitere Arbeiten sollen bis April 2017 erledigt sein: der Rasen des Bolzplatz wird stellenweise ausgeglichen, es gibt neue Tore und ein Ballfangnetz an der Ostseite. Die Freisitzüberdachung wird ausgebessert und erhält, wie die vorhandenen Spielgeräte, einen neuen Farbanstrich. Malermeister Senftleben stellt die Farbe dafür zur Verfügung, die Eltern streichen. Die Stadt stellt noch eine Tischtennisplatte, neue Bänke und ein Kleinspielgerät auf.

Günter Hummitzsch erinnerte in seinem Brief daran, wie in Naußlitz in den 1970er Jahren der erste Spiel- und Sportplatz entstand und dieser später wegen eines Eigenheimbaus wieder weichen musste. Er selbst habe sich damals vor der „sogenannten Volkswahl 1985“ mit einer Unterschriftensammlung für einen neuen Freizeitplatz stark gemacht. „Solche Aktionen hatten immer nur vor Wahlen Erfolg. 14 Tage später hatten wir Eltern und Kinder in Naußlitz wieder einen Spielplatz“, berichtet der Senior aus der DDR-Zeit. Hummitzsch:„Es wurden schnell ein paar Tore mit Netzen gebaut. Durch tatkräftige Hilfe von Inge Görne und Dieter Heindl vom Rat des Kreises konnten wir einen Bungalow mit angebauten Toiletten, eine Freiluftkegelbahn und einen Verkaufsstand errichten. Kaum ein Mensch kann heute noch nachvollziehen, unter welch schweren Umständen diese Arbeiten damals erfolgten. Viele Naußlitzer packten zu und feierten dann schöne Feste.“

Vielleicht feiern die Naußlitzer auch im nächsten Frühjahr ein kleines Fest. Weil ihr Freizeitplatz erhalten bleibt und wieder richtig schmuck aussieht.

Von Olaf Büchel

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