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Döbeln Neu bauen oder sanieren? Für Roßweiner Grundschulturnhalle Lösung gesucht
Region Döbeln Neu bauen oder sanieren? Für Roßweiner Grundschulturnhalle Lösung gesucht
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20:00 09.03.2017
Sporthalle Am Weinberg in Roßwein. Quelle: Sven Bartsch
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Rosswein

Die Oberschule hat mit der neuen Zweifeld-Halle beste Bedingungen für den Sportunterricht erhalten. Nun wäre eigentlich die Sporthalle an der Weinberg-Grundschule an der Reihe. Sanieren oder neu bauen? Das ist die große Frage. Noch bis zum Sommer wollen die Stadträte dazu eine Entscheidung treffen. Bis zum Baustart dauert es aber noch ein paar Jahre.

Dass etwas mit der alten Turnhalle passieren muss, ist unumstritten. Lehrer, Schüler und Eltern wünschen sich das schon seit einiger Zeit. Bei dem DDR-Bau aus den 1970er Jahren von Vorwende-Charme zu sprechen, wäre verharmlosend. Die Halle erfüllt heute weder die Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Schulsport, noch für ein energiesparendes Gebäudemanagement. Das ist im Rathaus bekannt, deshalb ist die Stadtverwaltung gerade dabei, Lösungsansätze für das Problem zu finden.

„Wir haben untersuchen lassen, was die Sanierung der Halle kosten würde. Herausgekommen ist ein Betrag von 1,4 Millionen Euro“, sagt Bürgermeister Veit Lindner (parteilos). Für den Neubau einer Einfeldhalle, die am Weinberg in Frage käme, müsste die Stadt rund zwei Millionen Euro berappen. Die Stadträte sind in nicht öffentlicher Sitzung bereits über diese Zahlen informiert worden. Für sie gilt es nun abzuwägen: Neubau oder Sanierung? „Die Entscheidung dazu soll noch vor der Sommerpause fallen“, erklärt der Bürgermeister. Dabei müssten noch weitere Weichen gestellt werden, nämlich die für den künftigen Standort der Sporthalle, woraus insgesamt drei Varianten erwachsen: 1. Abriss der alten Halle und ein dortiger Neubau; 2. Abriss des alten, mittlerweile ungenutzten Speisesaal-Komplexes und Neubau der Einfeldhalle an dieser Stelle (ein Abriss der alten Halle müsste dann ebenfalls noch erfolgen); 3. Sanierung der bestehenden Sporthalle.

Die Entscheidung darüber soll deshalb relativ zeitnah fallen, um das favorisierte Projekt vorantreiben zu können. „Wir wissen nicht, was in den nächsten Jahren für Förderprogramme aufgelegt werden. Aber wenn eines zu unserem Vorhaben passt, dann wäre es gut, die Pläne dazu schon in der Schublade zu haben“, erklärt Veit Lindner.

Damit sagt der Bürgermeister auch, dass heute und morgen noch nicht mit dem Bau begonnen werden kann. Die Förderquote für solche Vorhaben liege derzeit bei etwa 40 Prozent, den noch relativ hohen Eigenmittelanteil kann die Stadt jetzt nicht aufbringen. Lindner: „Es sei denn, der Stadtrat wäre begeistert davon, ein weiteres Darlehn aufzunehmen.“ Hinzu kommt die Frage, ob die Kommune einen weiteren, größeren Kredit überhaupt aufnehmen dürfte.

Im Jahr 2020 liefen allerdings „ein paar“ Darlehn der Stadt aus und das würde laut Bürgermeister neuen finanziellen Spielraum schaffen. Veit Lindner geht also davon aus, dass das Thema Grundschul-Sporthalle 2020 oder 2021 angepackt werden kann. Noch zehn Jahre soll sich das Ganze keinesfalls hinziehen. Der Bürgermeister: „So lange würde die Halle wahrscheinlich auch gar nicht mehr halten.“

Von Olaf Büchel

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