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Döbeln Neubau bei der Feuerwehr Beicha macht Schluss mit klammen Klamotten
Region Döbeln Neubau bei der Feuerwehr Beicha macht Schluss mit klammen Klamotten
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18:46 27.11.2018
In einer Edelstahlkassette wurden zahlreiche Zeitdokumente mit einbetoniert. Quelle: Thomas Sparrer
Döbeln/Beicha

Bei diesem kalten Novemberwetter macht es keinen Spaß in Beicha Feuerwehrmann zu sein. Im Einsatz steigen die Kameraden in der eiskalten Fahrzeughalle in die klammen Klamotten. Das Feuerwehrauto muss zuvor aus der Halle gefahren werden, damit die Kameraden Platz zum Umziehen haben.

Gestern strahlten die Feuerwehrleute aber allesamt und hatten trotz eisiger Kälte ihre dunkelblauen Gala-Uniformen angezogen. Neben der ehemaligen Dorfschule ist schon das Fundament fertig für das neue Gerätehaus der Feuerwehr. „Dass wir ein neues Gerätehaus bekommen, das hätte sich vor drei oder vier Jahren keiner unserer Kameraden auch nur Traum vorstellen können“, sagt Ortswehrleiter Günther Merzdorf. Doch aus dem Traum wird nun wirklich. „Im Mai dieses Jahres gab der Döbelner Stadtrat grünes Licht für das von der Stadtverwaltung Döbeln erarbeitete Projekt. Schon im August wurde der Auftrag für die Bauhauptleistungen vergeben“, schilderte Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer. „Derzeit wird die Technik in Garagen untergestellt, die nicht im geringsten den Ansprüchen an ein Gerätehaus genügen.“

Der Neubau entsteht mit zwei Fahrzeugstellplätzen unmittelbar neben der denkmalsgeschützten alten Schule, die auch als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird. Eine Scheune und ein Anbau wurden zuvor abgerissen. Im Verbindungsbau zwischen Fahrzughalle und Schule entstehen die neuen Umkleiden. Im Schulgebäude selbst sind neben dem Schulungsraum und Sanitärräumen auch eine Versorgungsküche vorgesehen. Rund 530 000 Euro lässt sich die Stadt Döbeln den Bau in dem neu eingemeindeten Ortsteil kosten. 360 000 Euro davon sind Fördermittel. Neben dem Bauhauptgewerke sind die Dachdeckerarbeiten, die Fenster, die Tore und die Elektrik bereits an ortsnahe Handwerksbetriebe vergeben. Die restlichen Arbeiten werden noch dieses Jahr ausgeschrieben.

Ortswehrleiter Günter Merzdorf ist begeistert: „Die Eingemeindung nach Döbeln war für uns ein Glücksfall. Schon die Umsetzung eines moderneren Löschfahrzeuges vor zwei Jahre nach Beicha machte unseren Kameraden Mut. Jetzt ist der Ansporn noch viel größer und vielleicht verstärkt bald noch der eine oder andere im Dorf unsere Reihen.“ Einen Termin für die Einweihung des neuen Gerätehauses hat er auch gefunden: „Am 14. Juni 1974 wurde unsere jetzige Fahrzeughalle eingeweiht. Es wäre doch toll, wenn wir genau 45 Jahre später unser neues Domizil beziehen.“

Die Stadt Döbeln plant in Sachen Feuerwehr auch weiterhin Großes. So ist ein neues größeres Tanklöschfahrzeug für die Stadtwehr Döbeln schon bestellt. Die etwas in die Jahre gekommene Drehleiter soll ebenfalls erneuert werden. Kosten zusammen rund 1,2 Millionen Euro. Das bisherige Tanklöschfahrzeug aus Döbeln soll nach Beicha umgesetzt werden.

330 Mal war die Döbelner Feuerwehr zwischenzeitlich in diesem Jahr im Einsatz. Die Beichaer Ortswehr rückte 19 mal aus und verstärkt die Döbelner mit einem guten Ausbildungsstand. Zudem sind zwölf der 20 Beichaer Kameraden ausgebildete Atemschutzgeräteträger.

Von Thomas Sparrer

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