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Blitzer bei Döbeln in Flammen: Wieder 10.000 Euro Schaden

Neudorf Blitzer bei Döbeln in Flammen: Wieder 10.000 Euro Schaden

Zum wiederholten Mal ist in der Nacht zum Montag, gegen 1.15 Uhr, ein Anschlag auf den stationären Blitzer an der Bundesstraße 169 in Döbeln-Neudorf verübt worden. Unbekannte versuchten die in Richtung Chemnitz stehende Säule in Brand zu setzen. Die Täter entzündeten Reifen am Fuße des Gerätes. Die Flammen griffen dann auf den Blitzer über.

Schwarz und verrußt steht die Säule im Gelände. Durch das Feuer sind im Inneren Leitungen geschmolzen. Es ist der zweite Anschlag innerhalb eines Jahres.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Zum wiederholten Mal ist in der Nacht zum Montag, gegen 1.15 Uhr, ein Anschlag auf den stationären Blitzer an der Bundesstraße 169 in Döbeln-Neudorf verübt worden. Unbekannte versuchten die in Richtung Chemnitz stehende Säule in Brand zu setzen. „Die Täter entzündeten offenbar einen Reifen am Fuße des Gerätes. Die Flammen griffen dann auf den Blitzer über“, schildert Polizeikommissar Steffen Wolf von der Polizeidirektion Chemnitz. Die Freiwillige Feuerwehr Döbeln musste anrücken und das Feuer löschen. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 10 000 Euro geschätzt.

„Die Messgeräte sind außer Betrieb. Durch die Hitze des Feuers sind im Inneren offenbar Kabel durchgeschmort“, sagt Döbelns Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller. Er erwartete noch am Montag Mitarbeiter der Firma Jenoptik, die den Blitzer im Auftrag der Stadt betreibt. In Jena werden auch die Daten und Fotos der beiden Blitzer ausgewertet, die in Millisekundenschnelle von der Döbelner Bundesstraße ins Jenaer Rechenzenrum übertragen werden. Die ausgewerteten Daten werden dann dem Döbelner Ordnungsamt überspielt. „Wer also glaubt, wenn er den Blitzer zerstört, ist seine Temposünde gelöscht, der irrt. Im Gerät vor Ort ist gar kein Speicher“, so Jürgen Müller.

Die Polizei sucht Zeugen, die zur Tatzeit Personen oder Fahrzeuge bemerkt haben, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten. Hinweise werden im Polizeirevier Döbeln unter Telefon 03431/6590 entgegen genommen.

B ereits am 3. Februar dieses Jahres gab es eine ähnlichen Anschlag auf die beiden schlanken Metallsäulen an der B 169 in Neudorf. Anwohner standen damals nacht, um 1 Uhr, in den Betten, weil dumpfer, tiefer Schlag durch den Ort donnerte. Unbekannte hatten damals die beiden stationären Blitzersäulen in die Luft gesprengt. Möglicherweise hatten die Täter vom Februar die Technik mit Pyrotechnik in die Luft gejagt. Den entstandenen Sachschaden bezifferte die zuständige Polizeidirektion in Chemnitz mit mehreren zehntausend Euro. Ein Fährtenhund der Polizei verfolgte die Spur der Täter noch in Richtung Ebersbach bis auf einen Parkplatz. „Damals hatten wir einige Hinweise, denen unsere Ermittler nachgegangen sind. Aber ein abschließendes Ermittlungsergebnis zu dem Vorfall im Februar gibt es noch nicht. Wir bleiben dran“, sagt Polizeisprecher Steffen Wolf.

Die beiden stationären Blitzersäulen der Firma Jenoptik wurden 2013 aufgestellt. Sie überwachen in beide Richtungen die Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Kilometern pro Stunde. Allein 1700 mal lösten die beiden Blitzer 2015 aus und schickten Fotos direkt per Internetleitung zur Auswertung zu Jenoptik in Jena. „Gegenüber der ersten Zeit im Jahr 2013 ist die Zahl der ertappten Temposünder bis heute auf ein Viertel gesunken. Das zeigt uns, die stationären Blitzer erfüllen ihren Zweck. Es spricht sich herum, die Zahl der Geschwindigkeitsübertretungen ist gesunken“, sagt Döbelns Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller. Die Schulkinder in Neudorf kämen so wieder sicher über die Straße zum Bus, Auch Grundstückseigentümer könnten relativ sicher auf die B 169 auffahren und Radfahrer die Bundesstraße passieren.

Fachleute der Polizei untersuchten am Montag mit Mitarbeitern der Firma Jenoptik das verrußte Gerät auf Spuren. Die Experten werten zudem die von dem Messgerät gelieferten Fotos der Nacht zum Montag aus.

Von Thomas Sparrer

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