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Neue Betten für Bethanien – Fachkrankenhaus Hochweitzschen erweitert

Stationäre Behandlung Neue Betten für Bethanien – Fachkrankenhaus Hochweitzschen erweitert

Über der Auslastungsgrenze ist das Fachkrankenhaus Bethanien in Hochweitzschen in den letzten drei Jahren gelaufen. Jetzt hat der Freistaat Sachsen sechs neue Betten für die stationäre Behandlung sowie zwei weitere Plätze in der Döbelner Tagesklinik bewilligt. Die Krankenhausleitung nennt dies historisch.

Chefarzt Dr. Rudolf Lehle (2.v.l.) ist begeistert über die Zusatzbetten, die ein breiteres Angebot im Fachkrankenhaus erlauben. Betriebsdirektor Michael Lange, der kaufmännische Geschäftsführer Dirk Herrmann und der theologische Geschäftsführer Michael Veihelmann (v.l.) freuen sich über den Bescheid aus dem Sozialministerium.

Quelle: Sven Bartsch

Hochweitzschen. Das psychiatrische Fachkrankenhaus Bethanien in Hochweitzschen erweitert seine Kapazität: Ab sofort stehen der Einrichtung 121 Betten für die stationäre Behandlung zur Verfügung. Außerdem wächst die in Döbeln betriebene Tagesklinik um zwei Plätze auf 47. „Man kann von einem historischen Ereignis sprechen, weil es nicht oft vorkommt, dass wir zusätzliche stationäre Betten und Tagesplätze genehmigt bekommen“, sagte der theologische Geschäftsführer Michael Veihelmann.

Im April 2015 hatte sein Kollege Dirk Herrmann, Regionalgeschäftsführer von Betreiber Ediacon, die zusätzlichen Betten beim Sächsischen Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz beantragt. „Wir hatten einen hohen Patientenzulauf über mehrere Jahre. In den letzten drei Jahren lag die Auslastung über 100 Prozent. Wir sind sehr froh und dankbar, dass der Bedarf gesehen wurde vom Ministerium“, sagte Herrmann. Nur durch Reservebetten, die aber nicht offiziell im Landesbettenplan des Freistaats auftauchten, habe man überhaupt die wachsenden Anforderungen bewältigen können. Denn laut Plan liegt die Auslastung bei maximal 95 Prozent, um eine ständige Aufnahmebereitschaft für akute Fälle gewährleisten zu können. Nun seien diese Betten in die amtliche Kapazität aufgenommen worden, wodurch sie offiziell abgerechnet werden können und was auch einen Zuwachs an Fördermitteln für die Einrichtung bedeutet. Wie hoch dieser Zuschuss sein wird, konnte Herrmann noch nicht benennen.

Eine Bestätigung seiner und der Arbeit des Personals sieht Chefarzt Dr. Rudolf Lehle in der Entscheidung. „Es ist ein sehr erfreulicher Schritt nach vorn“, erklärte er und wies auf die steigende Nachfrage nach Behandlungsmöglichkeiten in allen drei Fachbereichen der Klinik – Allgemeine Psychiatrie, Suchtbekämpfung und Geronto-Psychiatrie – hin. „Als ich 1995 hier anfing, hatten wir 110 Betten ohne eine Tagesklinik. Dann stieg die Zahl bis auf 130 an. Als die Tageskliniken in Döbeln 1998 und Freiberg 2003 dazukamen, wurde die Zahl der stationären betten wieder reduziert“, berichtete er über die Entwicklung des Hauses.

Die steigende Zahl von Patienten sei zum Großteil auf die verstärkte Anerkennung psychischer Krankheiten zurückzuführen. „In unserem Haupteinzugsgebiet, dem Landkreis Mittelsachsen, ist die Einwohnerzahl auf etwa 312.000 gesunken. Dennoch haben wir mehr Fälle. Viele davon wurden früher in der Inneren Medizin behandelt.“, erklärte Lehle.

Doch auch die hohe Reputation, die sich das Haus nicht erst seit der 2014 abgeschlossenen Modernisierung erarbeitet hat, locke Patienten an. Diese kommen dann auch aus den Bereichen Dresden und Leipzig, zum Beispiel aus Wurzen, Grimma oder Pirna. Oft können sich aber gerade Suchtkranke wegen Bettenmangel nicht aussuchen, in welche Klinik sie gehen, so dass sie auch den weiteren Weg nach Hochweitzschen in Kauf nehmen. In der altersbedingten Psychiatrie (Geronto-Psychiatrie) wachse die Nachfrage mit der demografischen Entwicklung.

Von Sebastian Fink

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