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Döbeln Neue Chancen für Hauptschüler
Region Döbeln Neue Chancen für Hauptschüler
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13:46 30.09.2011
Nach dem Thema Herz im letzten Schuljahr (Foto) wird es beim nächsten Aktionstag der Heimerer-Schulen im Juni 2012 um das Gehirn gehen. Zudem wird die Schule einen Fachrichtungstag zum Thema Krebs im April ausrichten. Quelle: J. Kulschewski/Archiv

Seit Mitte Mai gelten im Freistaat Sachsen dafür die gesetzlichen Voraussetzungen.

Bereits am 1. September haben an den Heimerer-Schulen in Döbeln die ersten von mittlerweile 37 Schülern mit der Ausbildung begonnen. 60 Euro Schulgeld, Bafög für den Lebensunterhalter sowie staatliche Förderung sichern diese Ausbildung finanziell ab. Eine zweite Klasse Krankenpflegehelfer wird über den Europäischen Sozialfonds finanziert. "Durch eine sehr praxisnahe, handlungsorientierte Ausbildung und Praktika in Krankenhäusern und Altenpflegeheimen bietet die Ausbildung den Absolventen recht gute Zukunftspers­pektiven", ist Dr. Susanne Hahn, Leiterin der Heimerer-Schulen in Döbeln überzeugt. "1540 Stunden Unterricht und Praktika vermitteln den Hauptschulabsolventen umfangreiche Kompetenzen. Die ermöglichen es ihnen, nach den zwei Jahren eine Fachkräfteausbildung abzuschließen", ergänzt Rita Schwarz Schulleiterin für die Bereiche Pflegehilfe sowie für die Gesundheits- und Krankenpflege. Im besten Fall kann ein Hauptschulabsolvent auf diese Weise in vier Jahren zum Altenpfleger oder zur Krankenschwester ausgebildet werden. Und noch einen Vorteil ergänzt die Schulleiterin: Hauptschulabgänger, welche die zweijährige Ausbildung zum Krankenpflegehelfer mit einer Note von mindestens drei oder besser bestehen, erhalten damit einen gleichwertigen Mittelschulabschluss, der in allen Bereichen weitere Türen zur Berufsausbildung öffnet.

Insgesamt lernen derzeit an den Heimerer-Schulen in Döbeln 354 Schüler in den Bereichen Gesundheits- und Krankenpflege, Physiotherapie, Altenpflege, Podologie und Heilerziehungspflege. Während die Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Altenpflege auch in Zeiten rückläufiger Zahlen bei den Schulabsolventen bestens nachgefragt sind, kamen im neuen Schuljahr im Bereich Podologie (Medizinische Fußpflege) und Physiotherapie nur kleinere Klassen zusammen. Bei der Heilerziehungspflege gab es dieses Jahr zu wenige Bewerber, um eine neue Klasse zu bilden. Da es sich hier um eine Fachschulausbildung handelt, müssen die künftigen Heilerziehungspfleger schon einen Berufsabschluss mitbringen. "Wer dabei etwa aus einem technischen oder handwerklichen Beruf kommt, hat derzeit recht gute Berufschancen, als Heilerziehungspfleger in Behindertenwerkstätten und ähnlichen Einrichtungen", wirbt Torsten Fahs, Leiter der Fachschule für Heilerziehungspflege. So bietet der Beruf neue Perspektiven für über 30-Jährige. Allerdings wäre die finanzielle Förderung der Ausbildung verbesserungswürdig. Mit der Schaufensterwoche im Februar und beim Fachtag der Heilerziehungspflege mit dem Thema "Schritte zur Inklusion" will dieser Fachbereich im laufenden Schuljahr für sich werben.

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