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Döbeln Neue Halle und neue Maschine: Wepa investiert in Kriebethal
Region Döbeln Neue Halle und neue Maschine: Wepa investiert in Kriebethal
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Die Wepa investiert ordentlich in ihren Standort Kriebethal, baut eine neue Halle und schafft eine neue Maschine an. Hier entsteht die Bodenplatte des Gebäudes. Quelle: Sven Bartsch
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Kriebethal

Die Wepa-Papierfabrik investiert einen Millionenbetrag in den Standort Kriebethal. So soll eine neue Lagerhalle entstehen. Das bedeutet weniger Lkw-Verkehr, weil der Betrieb seine Halbfertigprodukte nicht auswärts lagern muss. Für die Anwohner bringt eher der Einbau einer neuen Maschine mehr Lärm in den Nachtstunden. Andreas Weise, Geschäftsführer der Wepa-Kriebstein, erläuterte im Ortschaftsrat Kriebethal die Bauvorhaben und stellte sich den Fragen der Anwohner.

„Wir erhöhen unsere Produktion an Fertigware und installieren dazu eine neue Maschine für Kosmetikpapier“, sagte Andreas Weise und betonte, dass es sich bei der Anlage nicht um eine Papiermaschine handelt. Die geplante Anlage der Wepa kalandriert, also walzt, das Papier, schneidet es zu, stapelt die Ware und verpackt sie in Schachteln. „Es gibt dadurch keinerlei Emissionen, die Maschine erzeugt keinen Dampf oder Rauch“, so Andreas Weise. Anfang Juni bekommt die Wepa die Anlage geliefert, Anfang Juli soll die Produktion anlaufen. Mit ihr kann die Wepa die Produktionskapazität an Fertigwaren verdoppeln.

Nachtarbeit das geringste Übel

Anwohner fragten, wie laut die Anlieferung und der Aufbau wird. „Das ist kein Industrielärm. Man hört halt den Baukran“, sagte der Wepa-Geschäftsführer. Man plane, die Arbeiten nachts auszuführen. Denn dann wirke sich die Straßensperrung weniger nachteilig aus. Nachts Krankrach – das schmeckte einigen Kriebethalern nicht so besonders. „Wenn wir die Straße am Tag sperren, kommen die Anwohner, die in Richtung Burg wohnen, auf der einen Seite wegen der Baustelle und des gesperrten Burgberges und dann wegen des Kranes nicht weg“, sagte Wolfram Thieme, Ortsvorsteher von Kriebethal. Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler Kriebstein) ergänzte: „Dann wäre die Burg komplett abgeschnitten, das beträfe auch Rettungsdienste und die Feuerwehr. Es sind doch nur drei Nächte, das ist doch das geringste Übel.“

Vom anderen Bauvorhaben ist bereits etwas zu sehen: Die Schalung für den Beton. „In dieser Woche sollen die Betonierarbeiten beginnen. Danach beginnen wir mit dem Aufbau einer Leichtbauhalle. Die soll in drei Wochen in Betrieb gehen“, sagte Wepa-Geschäftsführer Andreas Weise.

Neue Halle – weniger Lasterverkehr

Die Firma errichtet diese Halle auf dem etwa 3000 Quadratmeter großen Grundstück, das die Wepa vor anderthalb Jahren Kübler und Niethammer abgekauft und dann das darauf stehende Verwaltungsgebäude weggerissen hatte. In der Leichbauhalle sollen künftig die Halbfertigwaren lagern, jene großen Rollen, die derzeit die Laster der Waldheimer Speditionsgesellschaft ins Außenlager der Wepa transportieren. „Mit der neuen Halle können wir unsere Transporte verringern“, sagte Andreas Weise. Bei diesem Projekt fragten die Anwohner, ob die Halle schallgedämmt sei, damit man nachts nicht die Gabelstapler höre. Andreas Weise beruhigte: „Nachts fahren keine Stapler.“

Von Dirk Wurzel

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