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Neue Rettungsleitstelle Chemnitz in Betrieb genommen – Döbeln bis Ende August integriert

Rettungswesen Neue Rettungsleitstelle Chemnitz in Betrieb genommen – Döbeln bis Ende August integriert

Die neue Rettungsleitstelle Chemnitz ist in der vorigen Woche mit mehrjähriger Verspätung in Betrieb gegangen. Seit dem gehen dort die Notrufe der 112 vom Stadtgebiet Chemnitz und des ehemaligen Landkreises Stollberg ein. Dabei soll es nicht lange bleiben. Als nächstes ist die Integration des Altkreises Döbeln geplant.

Der Rettungsdienst ist wie gewohnt unter der Notrufnummer 112 zu erreichen.

Quelle: dpa

Region Döbeln. Die neue Rettungsleitstelle Chemnitz ist in der vorigen Woche mit mehrjähriger Verspätung in Betrieb gegangen. Seit dem gehen dort die Notrufe der 112 vom Stadtgebiet Chemnitz und des ehemaligen Landkreises Stollberg ein. Dabei soll es nicht lange bleiben. Als nächstes ist die Integration des Altkreises Döbeln geplant.

„Spätestens bis Ende August soll die Region Döbeln an die neue Leitstelle in Chemnitz angebunden sein“, nennt Steffen Kräher, Leiter der Abteilung Ordnung und Sicherheit im Landratsamt Mittelsachsen, jetzt einen konkreten Zeitplan. Dieser war im Laufe der zurückliegenden Jahre immer wieder geändert worden. Ursprünglich sollte die Chemnitzer Leitstelle – deren offizielle Bezeichnung jetzt Integrierte Regionalstelle ist – schon vor fünf Jahren in Betrieb gehen. Verzögerungen gab es wegen finanzieller und technischer Probleme und wegen des Hochwassers 2013. Die Grundsteinlegung erfolgte bereits im September 2012. Als Gesamtkosten für die neue Leitstelle gibt die Stadt Chemnitz jetzt 17,8 Millionen Euro an.

Noch ist die Rettungsleitstelle Grimma für den Raum Döbeln zuständig. Der noch bestehende Rettungszweckverband (RZV) der Versorgungsbereiche Landkreis Leipzig und Region Döbeln als Träger des Rettungsdienstes in diesen Gebieten wird aber laut Steffen Kräher zum Jahresende 2017 aufgelöst. Für den Altkreis Döbeln wie für die Altkreise Mittweida und Freiberg ist dann der Landkreis Mittelsachsen der Träger. Einen neuen Zweckverband soll es nicht geben, sagt Kräher.

Sicher ist nach den Worten des Abteilungsleiters jetzt, dass die Region Döbeln als nächstes in die Regionalleitstelle an der Chemnitzer Schadestraße integriert wird. Danach sollen die Bereiche Aue-Schwarzenberg (bisher bei der Leitstelle Zwickau) und Annaberg folgen. Kräher: „Zuletzt wird der Leitstellenbereich Freiberg mit Mittweida an Chemnitz angebunden. Bis Mitte nächsten Jahres soll alles abgeschlossen sein.“

Die Bürger, so Kräher, würden von dieser Umstrukturierung nichts mitbekommen. Sie können die ganze Zeit über und in Zukunft im Notfall die Nummer 112 wählen. Die Rettungs-Fahrzeuge, die der Landkreis Mittelsachsen erworben hat und zurzeit dem RZV Landkreis Leipzig/Döbeln zur Verfügung stellt, stünden auch nach dem Leitstellenwechsel für den Raum Döbeln zur Verfügung.

Dass es aufgrund der neuen Zuständigkeiten und des riesigen Gebietes, das die Regionalleitstelle Chemnitz zu betreuen hat, zu ernsthaften Problemen bei Rettungseinsätzen kommt, glaubt Steffen Kräher nicht. Hilfreich ist, dass Mitarbeiter der Leitstelle Grimma nach Chemnitz wechseln und die entsprechende Ortskenntnis mitbringen. Zudem ändert sich an den drei Standorten der Rettungswachen im Altkreis Döbeln – Naußlitz, Leisnig und Döbeln – nichts.

Die Umrüstung der Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren im Altkreis Döbeln auf Digitalfunk beginnt laut Steffen Kräher im April. Die Technik ist schon vor Ort und wird nun eingebaut. Ob das bis Ende August für alle Wehren abgeschlossen sein wird, steht noch nicht fest. Wenn nicht, sei das aber unproblematisch. Die Verbindung zwischen der Leitstelle Chemnitz und den Einsatzfahrzeugen könne, so Abteilungsleiter Kräher, auch über den herkömmlichen Analogfunk erfolgen.

Von Olaf Büchel

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