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Döbeln Neue Technik für Flutbetroffene
Region Döbeln Neue Technik für Flutbetroffene
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22:25 18.06.2013
Zeitungsmacher Daniel Magalski kam gestern mit David Mau und Umzugsunternehmer Tobias Vogt aus Lünen in Westfalen mit einem Lkw und einem Kleintransporter voller Sachspenden nach Döbeln. Marina Weinert von der Stadtverwaltung betreut die Flutbetroffenen. Schon zweimal leerte sich das Lager nahezu komplett. Quelle: Thomas Sparrer

Gestern trafen wieder ein Kleintransporter und ein großer Lastwagen voller Sachspenden ein.

Am Steuer des Kleintransporters saß Daniel Magalski, Lokalredakteur des Lüner Anzeigers aus dem Landkreis Unna. Im Fahrerhaus des Lkws saßen David Mau und Tobias Vogt von der gleichnamigen Umzugsfirma aus der 90 000 Einwohnerstadt Lünen. Die zweimal wöchentlich erscheinende Zeitung hatte ihre Leser aufgefordert, die Flutbetroffenen in Unnas Partnerstadt Döbeln zu unterstützen. "Die Reaktionen auf den Aufruf waren sensationell. Unzählige Bürger und Gewerbetreibende unserer Region wollten helfen", sagt der 26-jährige Lokalchef der Zeitung gestern in Döbeln. Mehr als 20 fast neuwertige Waschmaschinen, Elektroherde, Kühlschränke, dazu Fernsehgeräte, Kleinmöbel sowie Küchengeräte von der Mikrowelle bis zur Kaffeemaschine und drei Bautrockner hatten die Lüner im Gepäck.

Marina Weinert von der Stadtverwaltung kümmert sich in dem Lager mit zahlreichen freiwilligen Helfern um die täglich anrollenden Transporte und natürlich um die Flutbetroffenen. Die kommen nicht nur aus Döbeln. Auch aus dem Raum Leisnig und Roßwein kommen Menschen. "Wir machen da keinen Unterschied. Die Mulde machte doch auch vor und nicht nach der Stadtgrenze halt", sagt sie. Waschmaschinen, Kühlschränke und Herde waren bei den Flutgeschädigten am meisten nachgefragt. Vermittelt wurden aber auch Polstermöbel, Kleinmöbel und sogar schon eine Einbauküche. Gefragt ist alles, was die Betroffenen im Erdgeschoss hatten, etwa auch Flurmöbel. "Manchmal vermitteln wir auch Spenden und Flutopfer direkt miteinander. So konnten wir etwa die größte Not einer Familie aus der Teichstraße schon lindern helfen", sagt Marina Weinert.

In der Stadt sah sich Lokalreporter Daniel Magalski gestern die Schäden und die Aufbruchstimmung der Döbelner an, um den Lesern in Lünen davon zu berichten. Mit seinen Mitstreitern plant er nun bereits im Sommerurlaub ein paar Tage in Familie in Döbeln zu verbringen "Es wird wieder so eine wunderschöne Stadt wie vor dem Hochwasser", ist er zuversichtlich.

Am Sonnabend wird am Spendenlager in der Friedrichstraße ein weiterer Transport erwartet. Die ehemalige Döbelnerin Elke Sarr organisierte in der Eifel Möbel, Waschmaschinen, Elektrogeräte, Spülmaschinen für Döbeln. Nach zehn Stunden Fahrt werden die beiden 7,5 Tonnen schweren Lkw am Sonnabend in Döbeln erwartet. Tauchsportler aus Döbeln wollen beim Entladen helfen. Ein 40-Tonner mit Spenden unterschiedlichster Art ist für kommende Woche aus Bayern angekündigt.

Thomas Sparrer

Thomas Sparrer

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