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Döbeln Neue Trafostation Ostrau per Funk schaltbar
Region Döbeln Neue Trafostation Ostrau per Funk schaltbar
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23:24 29.10.2013
Sieht unspektakulär aus, ist aber modernste Technik: Ostrau bekommt eine neue Transformatorenstation in der Ernst-Thälmann-Straße gegenüber der neuen Grundschule. Die Anlage ist von Taucha/Leipzig aus per Funk fernschaltbar. Das verbessert die Versorgungssicherheit. Vor Ort: Ralf Ludwig (Anlagenmanagement Mockritz, li) und Marc Heinze (Mitnetz Strom). Quelle: Allner

Damit soll die Versorgungssicherheit im Landkreis Mittelsachsen verbessert werden.

Laut Ralf Ludwig, stellvertretender Chef des Anlagenmanagements im Gewerbegebiet Mockritz, ist diese Station die erste mit hochmoderner, neuer Technik, welche im Altkreis Döbeln installiert wird. Dabei heißt neue Technik hier: Die Anlage ist per Funk, also fernschaltbar. Mitarbeiter können dank dieser Fernsteuerung im Bedarfs- oder Störfall von der zentralen Netzleitstelle der Mitnetz Strom in Taucha bei Leipzig aus geschaltet werden. Das erspare vor allem in den Nachtstunden Anfahrtwege und Ausfallzeiten. "Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Schnellere Wiederherstellung der Stromversorgung bei Störungen und damit eine Erhöhung der Versorgungssicherheit beim Einsatz der effizienteren Technik", so Ludwig weiter.

Die bisherige Gebäudestation aus dem Jahr 1983 entsprach nicht mehr dem Stand der Technik und wird deshalb von der Kompaktstation mit Fernsteuerung ersetzt. Darüber hinaus mussten rund 1,3 Kilometer Mittelspannungskabel und ein Kilometer Niederspannungskabel von der neuen Trafostation entlang der Ernst-Thälman-Straße über die Franz-Emil-Keller und die Oschatzer Straße in Richtung Bahnhof verlegt werden. Schon am 27. September hub eine Harthaer Firma die Baugrube aus, am 30. September wurde die Station geliefert und in die Baugrube eingelassen. Gestern erfolgte im spannungslosen Zustand ein Test der Fernsteuerung mit erfolgreichem Ergebnis. Nun wird die Anlage schrittweise in das Mittel- und Niederspannungsnetz eingebunden. In Betrieb genommen wird die Station voraussichtlich nächste Woche. "Dann wird es zeitweilig verkürzt zu Stromausfällen kommen", so Ludwig. Die Anwohner würden allerdings zeitnah noch über die Abschaltung informiert.

Das Unternehmen investiert rund 150 000 Euro in diese Station mit neuem Mittelspannungskabel. Insgesamt werden 250 Kunden der Mitnetz Strom über die Anlage versorgt. Für den reibungslosen Netzbetrieb im Altkreis Döbeln ist das Anlagenmanagement in Mockritz zuständig.

Hintergrund: An der Trafostation liegen über Kabel 20 000 Volt an, diese werden mittels Transformator in Größen von 400 beziehungsweise 230 Volt "umgerechnet" und damit für den Haushalt nutzbar gemacht. Das Stromnetz der Mitnetz Strom im Landkreis Mittelsachsen umfasst rund 5000 Kilometern. In den kommenden Jahren plant das Unternehmen, weitere fernschaltbare Trafostationen in der Netzregion Westsachsen zu installieren. Die neue Technik ist erst seit dem vergangenen Jahr im Einsatz. Die Mitnetz Strom ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der enviaM Mitteldeutsche Energie AG und einer der größten regionalen Verteilnetzbetreiber.

Natasha G. Allner

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