Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Neuer Abferkelstall bei Tiergut Elbland in Gallschütz
Region Döbeln Neuer Abferkelstall bei Tiergut Elbland in Gallschütz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:00 19.09.2017
Im Abferkelstall verbringen Sau und Ferkel die ersten Wochen nach der Geburt. Quelle: Jens Paul Taubert (Archiv)
Gallschütz

Die Tiergut Elbland GmbH baut auf ihrem Standort in Gallschütz um: Eine Lagerhalle wird zum Abferkelstall umgestaltet. Der Gemeinderat Großweitzschen hat in seiner jüngsten Sitzung die Zustimmung zu dem Projekt erteilt, zugleich aber angemahnt, künftig bei solchen Entscheidungen einen Firmenvertreter in die Sitzung einzuladen. Geschäftsführer Johannes van den Borne verspricht jedoch: Etwaige Geruchsbelastungen durch die Schweinezucht werden durch den Neubau sogar verringert, da Tiere aus anderen Ställen in den moderneren Umbau umgelagert werden.

„Wir haben das durchgerechnet und es wird eine geringe Geruchsbelastung geben, da wir von anderen Ställen Tiere wegnehmen“, erklärte er der DAZ. Als Grund für den Umbau nannte er einen erhöhten Platzbedarf für die so genannten Abferkelbuchten, in den denen die Sauen ihren Nachwuchs säugen. 144 davon sollen in der Halle Platz finden, dazu werden sechs neue Futtersilos gebaut. Die Tiere sollen durch den neuen Stall statt, wie häufig in der konventionellen Tierhaltung praktiziert, nach drei erst nach vier Wochen abgesetzt – also von der Muttermilch entwöhnt – werden können.

Das Gebäude bleibt in seiner bisherigen Form äußerlich gleich, so dass sich sichttechnisch für Anwohner nichts ändert. Der Umbau bezieht sich allein auf die innere Neugestaltung. Auch die Silos sollen keine sichtliche Veränderung des Geländes bringen. Die endgültige Genehmigung für den Umbau steht allerdings noch aus. Die gemeindliche Stellungnahme war nur ein Teil des Verfahrens beim Landratsamt Mittelsachsen. Sobald die Genehmigung vorliegt, wolle van den Borne bauen, sagte er. Zu den Baukosten wollte er keine Angaben machen.

Im Gemeinderat sorgte das Anliegen dennoch für Diskussionen. Manfred Nestler sorgte sich nach den Erfahrungen beim Silobau in Gallschütz durch Landwirt Hans-Georg Munz im vergangenen Jahr, als sich Anwohner wegen vermeintlich zu geringer Information im Vorfeld beschwerten, um deren Belange. „Die Landwirte haben es nicht einfach, zu produzieren, aber wurde die Bevölkerung von dem Vorhaben in Kenntnis gesetzt? Wir hatten ja zuletzt gefordert, dass die Leute informiert werden“, fragte er in Richtung des stellvertretenden Bürgermeisters Jörg Burkert. „Das ist Aufgabe des Erbauers“, erwiderte dieser.“Ich verstehe die Bedenken nach den Erfahrungen des Vorjahres, aber das Thema hängt hier auch lange aus und trotzdem kommt keiner her. Und wenn ich baue, muss ich als Firma zu den Leuten gehen.“ Hauptamtsleiterin Cornelia Weichold ergänzte, dass eine Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) beim Landratsamt vorliege.

Jörg Ulmitz schlug schließlich vor, bei größeren Bauvorhaben künftig die Bauherren zur Gemeinderatssitzung einzuladen. „Sie könnten ihr Projekt erklären. So stehen hier mögliche Geruchsbelästigungen im Raum“, sagte Ulmitz. Jörg Burkert begrüßte den Vorschlag und will dies künftig mit den Antragstellern umsetzen.

Von Sebastian Fink

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Döbeln Bildband mit Biografie über Karl Spieß (1891-1945) erschienen - Fotograf träumte von Straßenbahn für Hartha

Karl Spieß war ein Harthaer Original, ein über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Fotograf, der Zeitdokumente der 1920er und 30er Jahre schuf, von einem modernen Hartha träumte und ein tragisches Ende fand. Dietmar Riemann ist sein Bruder im Geiste, wuchs in dessen Haus auf und hat einen Bildband mit Biografie über Spieß veröffentlicht.

19.09.2017

Den Gesundheitsreport 2017 der DAK stellte am Dienstag Christian Baier, Chef der DAK-Gesundheit in Döbeln, vor. Zum zehnten Mal in Folge liegen damit regionale Daten für den Landkreis Mittelsachsen vor. Zudem befasste sich die DAK mit Schlafproblemen der Sachsen.

19.09.2017

Werner Günther aus Schweta hat die größten Kartoffeln. Der 66-Jährige wurde beim Kartoffelfest in Ostrau vor drei Jahren sogar Kartoffelkönig. Und auch in den Folgejahren stand er immer wieder nach dem Wettstreit „Wer hat die größte Kartoffel?“ auf dem Siegertreppchen.

19.09.2017