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Döbeln Neuer Hochwasserschutz in Schrebitz
Region Döbeln Neuer Hochwasserschutz in Schrebitz
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20:00 30.07.2018
Beidseitig der Zävertitzer Straße werden zwei Regenrückhaltebecken errichtet. Der Mittelweg (rot) wird auf 200 Metern Länge asphaltiert. Quelle: Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN)
Schrebitz

In den nächsten drei Jahren wird in Schrebitz wohl jede Menge Erde bewegt. Die Teilnehmergemeinschaft Schrebitz (TGS) plant schon lange, die Ortschaft besser vor Starkniederschlägen und bei Tauwetterlagen zu schützen. Dies wird ab 2019 umgesetzt. „Fünf, sechs Jahre haben wir schon gebraucht, um alles zusammen zu haben, alle Genehmigungen und alle Wünsche der Anwohner einfließen zu lassen“, sagt Erik Sefkow, Vorstandsvorsitzender der TGS.

Der Plan: Beidseitig der Zävertitzer Straße werden zwei Regenrückhaltebecken mit einer Kapazität von rund 500 bzw. 300 Kubikmetern errichtet (s. Lagekarte). Die bereits vorhandenen Rohrleitungen sollen zum Teil erneuert und im Bereich des Stockbrunnens teilweise als naturnaher Graben offengelegt werden. Im Anschluss soll der Mittelweg auf einer Länge von 200 Metern eine Asphaltschicht bekommen.

Erhöhtes Risiko westlich des Ortes

Grund für die umfangreichen Pläne sind immer wieder auftretende Schäden bei Starkregen. „Die Teilnehmergemeinschaft hat anhand einer Erosions- und Hochwasserstudie die gefährdeten Be-reiche ermittelt. Dabei bestätigten sich die Vermutungen aus vorausgegangenen Schadensereignissen, dass westlich der Ortslage Schrebitz ein erhöhtes Erosionspotenzial vorliegt“, erklärt Sefkow.

Heißt: Regnet es dauerhaft und gezielt auf die Ackerflächen oberhalb des Ortes, wird das Dorf von Schlammlawinen heimgesucht. Zwar sei das Dorf in jüngerer Vergangenheit von derartigen Schäden verschont worden. Doch habe die Gewitterzelle über einigen anderen Ostrauer Ortsteilen im Juni gezeigt, wie groß die Gefahr sei, meint Sefkow.

Graben wird geöffnet

Der Vorstand der TGS hat nun ein Paket für die Umsetzung der Baupläne in den kommenden drei Jahren geschnürt. Begonnen wird mit den in den Krebsbach mündenden Rohleitungen. Neben dem teilweise zu geringen Durchmessern müssen defekte Leitungen ersetzt werden. Auch eine Grabenöffnung ist vorgesehen. „Wenn alles nach Plan verläuft, sollen bereits 2019 die ersten Bagger rollen“, hofft Sefkow.

Der Bau der beiden Regenrückhaltebecken ist 2020 geplant. Der zwischen Zävertitzer und Gallschützer Straße liegende Teil des Mittelwegs soll 2021 ausgebaut werden.

Eigenanteil soll Gemeinde stemmen

Insgesamt 400 000 Euro soll das gesamte Projekt kosten. Freistaat und Bund fördern es im Programm Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) mit 80 Prozent. Der Eigenanteil von 80 000 Euro soll von der Gemeinde Ostrau getragen werden. „Normalerweise müssten die Teilnehmer die Kosten selbst tragen. In diesem Fall versuchen wir aber, die Vorteile für die Gemeinde insgesamt herauszustellen und haben auch bereits positive Signale bekommen“, sagt Sefkow.

Aktuell fehlt zum Baurecht noch die Änderung des Wege- und Gewässerplans bei der Oberen Flurbereinigungsbehörde des Landkreises. Stimmt diese dem Vorhaben zu, werden alle betroffenen Eigentümer zu einem Ortstermin eingeladen.

Von Sebastian Fink

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