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Döbeln Neues Beschilderungssystem für Roßwein
Region Döbeln Neues Beschilderungssystem für Roßwein
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15:00 08.02.2018
Neue Schilder braucht die Stadt: Noch in diesem Jahr soll Roßwein ein innerörtliches Beschilderungssystem bekommen, mit dem auf die touristischen Attraktionen der Stadt und wichtige Anlaufpunkte für Besucher hingewiesen wird. Quelle: Sven Bartsch Fotograf
Rosswein

Noch in diesem Jahr soll es soweit sein – dann sollen Besucher der Stadt Roßwein mit Hilfe eines innerörtlichen Beschilderungssystems zu den Attraktionen der Stadt geleitet werden. Dass es durchaus eine Menge in der kleinen Stadt gibt, auf das man Gäste und natürlich auch die Einwohner selbst immer mal wieder aufmerksam machen sollte, zeigte sich am Mittwochabend im Zukunftsforum. Dort stellte Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) die Ergebnisse der Diskussion im Technischen Ausschuss vor.

An acht markanten Punkten im Zentrum von Roßwein sollen die Masten mit Schildern und Pfeilen installiert werden. Dafür ist es erforderlich, ein Fundament zu gießen, außerdem sollen die Pfosten „halbwegs vandalensicher“ gestaltet sein und zum Beispiel auch gegen das Anbringen von unerwünschten Aufklebern geschützt werden. Eine Entfernungsangabe auf den Pfeilschildern haben die Räte im technischen Ausschuss zunächst abgewählt – „so groß ist Roßwein nicht“, erklärte der Bürgermeister, und außerdem müsse man jeden Kleinkram auf den Schildern auch extra bezahlen. Rund 11 000 Euro werde die Stadt für „eine Handvoll Schilder dennoch ausgeben müssen. Bis zum Herbst dieses Jahres soll das Projekt, das man in der Stadt schon seit ein paar Jahren vor sich hergeschoben hat – „wenn die Staatsstraße mal fertig ist, machen wir das“ – umgesetzt sein.

Gaststätten sollen extra ausgewiesen werden

Das Hauptschild soll gegenüber der alten Post stehen, an der Kreuzung Döbelner Straße/Ecke Poststraße. Von dort aus werden beispielsweise die Kirche, das Heimatmuseum, oder auch das zukünftige Bürgerhaus ausgeschildert. Auch an der Kreuzung Dresdner Straße/Döbelner Straße ist ein Ausschilderungsmast geplant, an dem der Fußgänger etwa zum Haus der Medizin, zum Stadtbad und zum Sporthaus oder auch zur Stadtsporthalle geleitet werden soll. das Kamelienhaus, die Dampfmaschine, das Feuerwehrmuseum, Bibliothek, Festplatz, Freibad, Seniorenwohnheim, die Naherholungsgebiete der Stadt Hartenberg und Zweiniger Grund – es gibt viele Kandidaten für die Hinweisschilder. Touristische Attraktionen sollen auf braunen Schildern stehen, alles andere wie beispielsweise Seniorenwohnheim, Stadtbad und Stadion auf weißen.

Noch nicht aufgenommen ins Konzept ist der Aquarien- und Terrarienverein Osiris, was von diesem bemängelt wurde. Veit Lindner nahm den Hinweis auf und erteilte dem Verein im Gegenzug eine Hausaufgabe: „Findet bitte eine knackige Bezeichnung, die man auf ein Schild anstelle eures langen Namens schreiben kann.“ Auch Kay Hanischs Hinweis, dass das Naherholungsgebiet Muldenpromenade nicht im Beschilderungskonzept auftauche, wurde aufgenommen. Hier behielt sich Lindner allerdings vor, das Schild erst anzubringen, wenn die Promenade mit dem Rundwanderweg tatsächlich so fertig ist, wie geplant.

Heftig diskutiert wurde die Frage, ob Roßweiner Gaststätten einen Platz an den Hinweis-Masten finden sollten. Das hatte der Technische Ausschuss ausgeschlossen, erstens aus Kostengründen, zweitens weil die Gastronomielandschaft recht unbeständig sei.

Ganz verzichten auf Hinweise zur Lage von Roßweiner Gaststätten wollte man im Zukunftsforum dann aber nicht. Schließlich gehörten auch Lokale zum touristischen Angebot der Stadt. Vorgeschlagen wurde, die Kneipen und Restaurants auf einem Stadtplan zu markieren, der an zentralen Punkten im Stadtgebiet stehen sollte. Beispielsweise im Schaukasten am Markt, der ja schon existiert und nicht extra angeschafft werden müsse. Bürgermeister Lindner hielt fest, einen Entwurf vorbereiten zu lassen für die Präsentation der Gaststätten im Stadtplan. Denn das müsse man ordentlich machen lassen, es könne nicht einfach mal so in eine Karte eingezeichnet werden.

Von Manuela Engelmann

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