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Döbeln Neues Dach für Westewitzer Wohnblöcke
Region Döbeln Neues Dach für Westewitzer Wohnblöcke
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00:25 30.09.2018
Das neue Dach hat nach dem Sturm Priorität vor den unschönen Treppenhäusern. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
Westewitz

Dass der Großweitzschener Gemeinderat am Dienstagabend in Hochweitzschen tagte, nutzte Familie Löffler, um aus dem nahe gelegenen Westewitz zur Bürgerfragestunde vorbeizukommen. Denn auf der Tagesordnung stand die Dachsanierung der Wohnblöcke Am Waldrand 81 und 82. Das Ehepaar Löffler lebt in Nummer 81a, stört sich aber weniger am Dach als am unschönen Treppenhaus. „Die Farbe blättert überall ab. Man schämt sich, wenn Besuch kommt“, trugen sie Bürgermeister Jörg Burkert (Freie Wähler) und den Räten vor. Lange sei Abhilfe versprochen gewesen, drei Jahre warte man schon.

Jörg Burkert zeigte Verständnis, konnte aber auch die angedachte Vorgehensweise der Gemeinde schlüssig erklären: „Wir machen jetzt erstmal die Dächer. Da geht es im Haus hin und her, denn die Arbeiter müssen nicht nur von außen ran, sondern auch von innen her“, erklärte er. Wenn wir das geschafft haben und die neuen Abflüsse gelegt sind, machen wir auch die Treppenhäuser neu“, versprach Burkert. Wann das geschehen soll, ließ er allerdings noch offen.

Verwaltung will Zeit sparen

Während der Beschluss zum Bau wegen Sturmschäden bereits vor Monaten gefasst worden war, hatten die Gemeinderäte nun den Antrag der Verwaltung zu diskutieren, ob sie Bürgermeister Burkert dazu ermächtigen, die Vergabe des Auftrags am 15. Oktober eigenständig durchzuführen, so lange der Kostenrahmen von 80 000 Euro eingehalten wird.

An diesem Tag gehen nämlich laut Planungskette des verantwortlichen Architekturbüros Zache die Angebote der Firmen ein. Da mit den Arbeiten schnellstmöglich begonnen werden soll, der Gemeinderat als Beschlussgremium aber erst am 30. Oktober wieder zusammen tritt, will die Verwaltung damit zwei Wochen Zeit sparen.

Gemeinderäte wollen gemeinsamen Beschluss

Das stieß bei den Räten auf geteiltes Echo. „Wir wollten die Verantwortung auf breite Schultern verteilen. Warum wird der Bauausschuss nicht mit ins Boot genommen? Wir könnten am 15. oder 16. Oktober tagen. Wenn etwas schief geht, muss sonst der Bürgermeister allein den Kopf hinhalten“, bemängelte Manfred Nestler.

Sven Krawczyks Kritik ging noch tiefer. „Der Sturm war am 18. Januar. Bis Ende März hatte ich die Gespräche mit der Versicherung und den Architekten abgeschlossen. Das Projekt war fertig. Dennoch ist jetzt neun Monate später noch immer nichts passiert. Man hat die Zeit nicht genutzt. Dem Bauamtsleiter mache ich keinen Vorwurf, der sitzt auch freitags lange nach Feierabend noch und sogar sonnabends, um alles aufzuarbeiten. Aber wir geben hier etwas für 80 000 Euro frei und die meisten Gemeinderäte wissen gar nicht, was dort genau passiert“, sagte er.

Bauausschuss entscheidet am 16. Oktober

Dem konnte Bauamtsleiter Klaus Bichler abhelfen. Es werde das alte Dach abgebaut, eine neue Dachlattung angesetzt und mit Großfalzziegeln gedeckt. Auch die Dämmung von innen ist dabei. Außerdem lässt man das Dach etwas überstehen, um spätere Fassadendämmung zu ermöglichen.

Der Rat einigte sich schließlich auf eine Sitzung des Bauausschusses am 16. Oktober, bei der die Vergabe beschlossen wird. „Dann können wir auch gleich zukünftige Projekte besprechen“, meinte Dieter Horlacher.

Von Sebastian Fink

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