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Neues Feuerwehrfahrzeug für Ostrau

Ausbau Gerätehaus 2018 geplant Neues Feuerwehrfahrzeug für Ostrau

Zuletzt stand in der Frage nach einer Vergrößerung des Feuerwehrgerätehaus Ostrau für die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs immer ein „entweder-oder“. Jetzt hat die Gemeindeverwaltung einen Weg gefunden, beides zu bekommen. Durch Förderung soll 2018 erst umgebaut und 2019 dann das neue Auto eingestellt werden.

Ähnlich wie das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Großweitzschen (l.) wird das TLF 4000 in Ostrau aussehen. Der Hersteller steht noch nicht fest.

Quelle: Feuerwehr Großweitzschen

Ostrau. Zuletzt stand in der Frage nach einer Vergrößerung des Feuerwehrgerätehaus für die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs immer ein „entweder-oder“. Jetzt hat die Gemeindeverwaltung einen Weg gefunden, beides zu bekommen. In der Gemeinderatssitzung in dieser Woche stimmte das Gremium zunächst der Bereitstellung von Eigenmitteln für den Kauf eines neuen Tanklöschfahrzeugs mit 4000 Litern Aufnahmekapazität (TLF 4000), ähnlich wie es die Großweitzschener Wehr einsetzt, zu. Die Bauzeit wird allerdings bei etwa 18 Monaten liegen, so dass das Auto erst 2019 zur Verfügung steht. Die Kosten liegen bei 325 000 Euro. 153 000 Euro davon sollen über das Förderprogramm „Richtlinie Feuerwehrwesen“ finanziert werden. Den Rest müsste die Kommune nach jetzigem Stand allein aufbringen.

Denn die Kombination mit dem Programm „Brücken in die Zukunft“, aus dem noch einmal 70 000 Euro beantragt sind, ist nicht möglich, da diese Mittel nach derzeitiger Gesetzeslage bis Ende 2018 abgerechnet sein müssen. Dies wird wegen der langen Produktionszeit des Einsatzfahrzeugs aber nicht gewährleistet. Ein Antrag auf vorzeitige Bestellung des Autos, um die Frist einzuhalten, wurde vom Landratsamt abgelehnt.

Dadurch wäre für die notwendige Vergrößerung des Gerätehauses mit zweitem Stellplatz kein Geld mehr übrig, zumal diese mit rund 150 000 Euro Kosten für die Kommune ohnehin zu teuer geworden wäre. „So viel geben wir für eine Garage nicht aus“, hatte Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) betont. Doch inzwischen gibt es eine wesentlich günstigere Alternativplanung zum Umbau, die zeitnah schon im kommenden Jahr umgesetzt werden könnte. Um auch dafür Fördermittel einsetzen können, hat Schilling einen Plan ausgearbeitet – komplex, aber im Erfolgsfall wirkungsvoll.

Denn der in Sachen Förderung umtriebige Bürgermeister hat die Information erhalten, dass es bei der Förderung nach „Brücken in die Zukunft“ demnächst eine Änderung geben wird, die die Abrechnung der Mittel bis Ende 2020 zulässt. Dadurch könnten die 70 000 Euro beim Kauf des TLF 4000 doch noch zum Tragen kommen. Dadurch würde ein Teil der Mittel aus der „Richtlinie Feuerwehrwesen“, die nächstes Jahr zur Verfügung stehen frei. Diese will Schilling dann in den Umbau des Gerätehauses stecken. Letztlich würde die Gemeinde insgesamt 223 000 Euro Fördermittel bekommen und ihr neues Fahrzeug 2019 gleich in die 2018 erweiterte Halle stellen können – wenn der Plan so aufgeht.

Die Feuerwehr freut sich schon lange auf das neue TLF. Mit dem großen Tank, einem Schaummittelbehälter und Schaum-Wasserwerfer sowie dem neuesten Stand der Technik bei der Ausrüstung wäre im Vergleich zum derzeit noch genutzten W50 aus dem Jahr 1986 viel gewonnen. Der fährt noch ohne Katalysator, während das neue Fahrzeug die Euro-6-Norm erfüllt. Zudem können auf dem neuen Fahrzeug Sonderlöschanlagen für Pulver oder CO 2 installiert werden. Auch eine Zusatzbeladung für Waldbrände ist möglich.

Von Sebastian Fink

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