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Neues Geläut der Stadtkirche angeblich leiser als Vorgänger

Neues Geläut der Stadtkirche angeblich leiser als Vorgänger

Die neuen Bronzeglocken der Stadtkirche St. Nicolai sollen nicht so gut zu hören sein, wie ihre stählernen Vorgänger. Das meinen zumindest einige Döbelner.

Döbeln.

 

 

 

 

Ob das Läuten der Glocken jetzt tatsächlich leiser ist als früher, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. "Es gibt Leute, die sprechen uns an, weil sie den Eindruck haben, das Geläut nicht mehr so gut zu hören. Nachweisbar ist das nicht, weil keine Messungen von den Vorgängerglocken vorliegen", sagt Pfarrer Stephan Siegmund.

Es kann sich also durchaus nur um ein subjektives Empfinden handeln. Ohnehin hängt die Hörbarkeit der Glocken von zahlreichen Faktoren ab, wie der Pfarrer erklärt: "Es kommt darauf an, wo man sich gerade zum Zeitpunkt des Läutens befindet. Die Witterung, gerade die Windrichtung, spielt eine wichtige Rolle. Auch andere Geräusche in der Stadt, wie der Verkehrslärm, haben Einfluss auf die Wahrnehmung." Eigentlich, so Siegmund, sagen die Fachleute, dass Bronzeglocken lauter sind als Stahlglocken. Andererseits: Die neuen Glocken hängen nach dem Umbau des Glockenstuhls anders als bisher, das heißt, sie schwingen in eine andere Richtung. Gerade das schließt nicht aus, dass das Geläut in bestimmten Teilen der Stadt tatsächlich leiser ankommt.

Fakt ist, dass trotzdem alles so bleiben soll, wie es ist - die Kirchgemeinde also nicht noch einmal Geld in die Hand nimmt, um eine Veränderung der aktuellen Situation herbeizuführen. Messungen wurden nach den Hinweisen der Döbelner zwar durchgeführt. Dabei sei mit und ohne die jalousieartigen Holzläden, die sich vor den Schall-Luken befinden, geläutet worden. "Es gab bei geöffneten Läden einen kleinen Unterschied, der aber nur zwei bis drei Dezibel ausmachte und für das individuelle Gehör keine Rolle spielt", sagt Pfarrer Siegmund. Es gebe die Möglichkeit, eine Automatik einzubauen, die die Schall-Luken öffnet und wieder schließt. Doch wäre, so Siegmund, der Effekt so gering, dass dieser den erheblichen Aufwand nicht rechtfertigen würde. "Das sind zu hohe Kosten für eine nicht wahrnehmbare Wirkung. Es lohnt sich einfach nicht." Die Luken immer offen zu lassen ist auch keine Option - das Turminnere mit dem Glockenstuhl wäre dann der Witterung und Vögeln ausgesetzt.

Dass die Glocken der Nicolaikirche vergangenen Dienstag sehr lange und zu einer ungewöhnlichen Zeit läuteten, lag daran, dass die Glockensteuerung neu eingestellt werden musste. Die neue Läutanlage verfügt über Messfühler. Diese bewirken dann ein Abschalten der Glocken, wenn die Gefahr besteht, dass diese außer Kontrolle geraten. Nun war das zwar nicht der Fall. Da aber das neue Holz des Glockenstuhls noch arbeitet, haben die Messfühler Bewegungen registriert und die Schutzfunktion ausgelöst, sprich, die Anlage abgeschaltet. Eine Neueinstellung bei aktivem Geläut ist dann erforderlich. Olaf Büchel

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