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Döbeln Neues Gersdorfer Feuerwehrauto wird gefeiert, das alte verkauft
Region Döbeln Neues Gersdorfer Feuerwehrauto wird gefeiert, das alte verkauft
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00:30 23.08.2015
So sieht das neue Gersdorfer Feuerwehrauto aus. Es könnte schon zum Einsatz kommen, wenn es nötig ist. Am 30. August ist offizielle Einweihung. Der alte Robur ist abgemeldet. Wer will, kann ihn kaufen. Quelle: René Greif
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Wie Robert Prosch, stellvertretender Wehrleiter von Gersdorf, informiert, bereitet der Feuerwehrverein des Ortes ein Fest vor. "Dazu sind nicht allein die Gersdorfer eingeladen, sondern alle, die sich für das Fahrzeug interessieren. Besonders wollen wir alle ehemaligen Feuerwehrleute ansprechen, die in den vergangenen Jahrzehnten in Gersdorf aktiv dabei waren. Zudem sind Mitglieder befreundeter Wehren aus dem Landkreis eingeladen."

Gefeiert wird am 30. August ab 10 und bis 17 Uhr auf dem Festgelände hinter der Grundschule. Zum Frühschoppen gibt es ein Fass Freibier, ab 10 Uhr werden die offiziellen Reden geschwungen. Unter anderem kommt der Bürgermeister vorbei. Die Kinder erwartet eine Hüpfburg.

Die Ausbildung am neuen MLW haben die Gersdorfer Feuerwehrkameraden bereits absolviert. Das Fahrzeug ist angemeldet und kann, wenn nötig, zum Einsatz kommen. Das alte Auto ist abgemeldet. Bisher hatten die Gersdorfer ein Löschfahrzeug LF 18 im Stall, einen Robur Baujahr 1976. "Er hat noch bis zuletzt seinen Dienst getan", sagt der Harthaer Wehrleiter René Greif. Beim Filteranlagenbrand bei Trimas in Hartha war der Robur mit dabei. "Der neue MLW hat eine ähnliche Ausstattung wie sein betagter Vorgänger, nur eben modern, und es verfügt zusätzlich über eine Stromkomponente. Es passt sich hervorragend in unseren Fuhrpark ein", so Greif.

Im Juli ist das gute Stück gen Hartha gereist. 1000 Liter Löschwasser kann das Fahrzeug im Tank mit sich führen, zudem eine Staffelbesetzung aus sechs Leuten. 28 aktive Feuerwehrleute hat die Gersdorfer Wehr, zudem eine achtköpfige Jugendfeuerwehr mit Mitgliedern im Alter zwischen neun und 16 Jahren. Nach knapp 40 Jahren Einsatzzeit wird nun noch für den Robur ein Abnehmer gesucht.

"Verschrotten wollen wir ihn nicht", sagt Greif, "denn auch wenn er äußerlich Gebrauchsspuren hat, ist er doch technisch in Ordnung." Die Kommune würde den Robur gerne verkaufen. Seit Wochenbeginn wird er auf einem einschlägigen Portal im Internet angeboten. Greif sieht den Verkauf realistisch: "So wie er da steht, ist er als Oldtimer nicht der schickste. Wer sich so etwas als Liebhaberstück hinstellen möchte, der hat so ein Fahrzeug schon - und eben schöner."

Als Ersatzteilspender ist der Feuerwehr-Robur aber trotzdem noch eine Anschaffung wert. Die bis vor Kurzem noch offiziell geführten Ersatzteillager in Zittau, wo der Robur einst gebaut wurde, seien mittlerweile geschlossen. Wer also noch einmal etwas an seinem Robur zu schrauben hat, der hat für einen Organspender wie den Gersdorfer Robur durchaus Verwendung.

Steffi Robak

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