Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Neues Leben an alter Industriebrache: Erste Firma baut im Gewerbegebiet Süd
Region Döbeln Neues Leben an alter Industriebrache: Erste Firma baut im Gewerbegebiet Süd
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:35 10.05.2018
Die erste Fläche im neuen Gewerbegebiet Döbeln-Süd ist verkauft worden. Die Stadt rechnet mit weiteren Interessenten. Quelle: Sven Bartsch
Anzeige
Döbeln

Das erste Grundstück im neuen Döbelner Gewerbegebiet Süd wird verkauft. Der Stadtrat stimmte in seiner Sitzung am Donnerstag der Veräußerung einer 3700 Quadratmeter großen Fläche zu. Das Döbelner Handwerksunternehmen B.Richter Installations GmbH möchte dort seinen Firmenstandort errichten. Bisher hat das 20-Mitarbeiter zählende Unternehmen seinen Sitz in Klosterbuch.

Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer freut sich über die Entscheidung, sich in Döbeln niederzulassen: „Wir sind stets bestrebt, einheimischen Unternehmen gute Entwicklungsbedingungen zu bieten. Die Flächen an der B 169 sind sehr attraktiv. Ich erwarte, dass wir in nächster Zeit weitere interessante Gespräche mit Investoren führen können.“

Strom mit Wunschspannung, schnelles Internet mit 400 Megabit pro Sekunde per Glasfaserkabel und eine ordentliche Zufahrtsstraße mit großzügigem Wendehammer – das neue Gewerbegebiet in Döbeln-Süd hat mittlerweile einiges zu bieten. Anderthalb Millionen Euro hat die Stadt in das Gelände investiert, hat an dieser Stelle Ruinen einer alten Industriebrache abreißen und Planie machen lassen, hat eine Straße gebaut. Seit November vergangenen Jahres ist alles bezugsfertig.

Es war ein langer Weg von der Industriebrache zum erschlossenen Gewerbegebiet. „Wir hatten hier dicke Bretter zu bohren. Seitdem die Möbelwerke 1995 dicht gemacht hatten, begann eine zunehmende Verwahrlosung mit unliebsamen Mietern“, sagte der Oberbürgermeister Egerer dazu im Herbst und beschrieb die Bemühungen seines Amtsvorgängers Axel Buschmann, die „unliebsamen Mieter“ – Rechtsradikale übrigens – loszuwerden. Die Eigentumsfrage für das Gelände löste die Stadt mit einer nachträglichen Liquidation. Denn die Pleite der Möbelwerke war als Verfahren nicht zu Ende geführt worden. Der Betrieb war weg, das Gelände blieb ohne rechtmäßigen Eigentümer zurück.

Als der Stadt Döbeln das Land nach einem aufwendigen Verfahren endlich gehörte, begann die Suche nach Fördergeld. 85 Prozent Förderquote genehmigte die Landesdirektion. Zusammen mit städtischen Mitteln wurde aus einer Mondlandschaft ein Gewerbegebiet mit 47 000 Quadratmetern Fläche.

Abzüglich von Straßen und Nebenflächen bleiben rund 25 000 Quadratmeter als reine Ansiedlungsfläche übrig. Frei gehalten werden zudem Flächen entlang der Bundesstraße 169 für eine große Verkehrslösung in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Mit einer späteren großzügigen Anbindung des neuen Gewerbegebietes soll auch gleichzeitig die unfallträchtige Abzweigung von der B 169 nach Forchheim und zur Waldheimer Straße entschärft werden.

Die freien Gewerbeflächen vermarktet die Stadt direkt, über die stadteigene Homepage und auf dem Investorenportal des Freistaates Sachsen. Größere freie Flächen gibt es noch im Gewerbegebiet „Fuchsloch“ in Mochau, aber auch in Masten gegenüber von Henwi gibt es sofort bebaubare Flächen.

Von Thomas Sparrer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Waldheim zahlt ab sofort eine Aufwandsentschädigung für alle, die im Stadt- und Museumshaus dem Personal dabei helfen, die Öffnungszeiten abzudecken. Das soll zudem einen Anreiz für andere schaffen, selbst aktiv zu werden. und regelmäßiges Engagement würdigen.

10.05.2018

Mit einem Workshop erwartete am Sonnabend das Theater Döbeln die Schüler der Musikschule Mittelsachsen. Zusammen mit der Mittelsächsischen Philharmonie fesselten die Jugendlichen beim Abschlusskonzert mit Mozart, Bach und Tschaikowsky.

09.05.2018

Nach einer längeren Pause und unter einem neuem Veranstalter lockte das 15. Schalmeienfestival am Sonnabend ins Festzelt am Lindenhof. Ist der Neustart geglückt? Die DAZ mischte sich unter das Publikum.

09.05.2018
Anzeige