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Döbeln Neues Leben im Bahnhof Zschaitz
Region Döbeln Neues Leben im Bahnhof Zschaitz
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21:00 06.02.2018
Den Güterschuppen, der bis vor kurzem neben dem Zschaitzer Bahnhof stand, haben Mitarbeiter der Baufirma Prünstner in Einzelteile zerlegt. Quelle: Sven Bartsch
Zschaitz

Ins alte Zschaitzer Bahnhofsgebäude zieht wieder Leben ein: Ein Rentnerehepaar übernimmt ab 3. März eine 80 Quadratmeter große Drei-Zimmer-Wohnung im Obergeschoss, wie Bahnhofseigentümer Karl Prünstner der DAZ bestätigte. „Eine Wohnung haben wir jetzt saniert. Da ist es schön, wenn man Jemanden wohnen hat. Und das verhindert Vandalismus auf dem Gelände“, sagte Prünstner.

Seit 2016 gehört das Bahnhofsgebäude mit dem umliegenden Grundstück seiner Immobilienfirma Villa Ruspa aus Delitzsch, zu der noch weitere Bahnhöfe in ganz Sachsen zählen. „Wir entwickeln Bahnhöfe zu Wohnhäusern weiter“, sagt Prünstner.

Wasser und Elektrik erneuert

In Zschaitz ist schon einiges passiert, auch wenn das von außen noch wenig sichtbar ist: „Die alten Klinkergebäude sind von der Fassade her relativ dankbar. Aber innen haben wir neue Wasser- und Abwasserinstallationen und neue Elektrik eingebaut. Bald kommt eine neue Zentralheizung dazu. Da nimmt man schon etwas Geld in die Hand“, erklärte er, ohne genaue Zahlen zu nennen.

Der weitere Ausbau soll sich bis weit ins nächste Jahr hinein strecken. Am Dienstag wurde ein alter Güterschuppen links neben dem Bahnhofsgebäude von Prünstners Baufirma aus dem bayrischen Ichenhausen abgerissen, um mehr Platz für die künftige Gestaltung des Geländes zu schaffen.

Nach dem Abriss des Güterschuppens ist links neben dem Zschaitzer Bahnhof eine Freifläche entstanden Quelle: Sven Bartsch

Im nächsten Winter soll es dann innen im Haus weitergehen, um weiteren Wohnraum freizumachen. Dafür sind umfassendere Ausbauarbeiten notwendig. „Oben waren ja auch zu früherer Zeit schon Wohnungen für die Angestellten der Bahn. Unten war neben dem Fahrkartenschalter eine Paketabfertigung. Da müssen wir erstmal eine Bodenplatte einziehen – dort liegt jetzt noch Holzboden. Und das Gebäude muss dann auch energetisch saniert werden“, sagt Karl Prünstner. Zwei Vier-Zimmer-Wohnungen mit je 100 Quadratmetern sollen auf diese Weise entstehen. Bis Ende 2019 soll alles fertig sein.

„Angenehmes Wohnklima“ dank leiser Züge

Dass das Angebot in Zschaitz von Mietinteressenten wahrgenommen wird, davon ist der Bauherr überzeugt. „Die neuen Züge, die durch Zschaitz fahren, sind ja nicht mehr so laut. So hat man ein angenehmes Wohnklima. Und was für ein Komfort – man geht aus dem haus und ist sofort auf dem Bahnhof“, fügt er augenzwinkernd hinzu.

Von Sebastian Fink

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