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Neues Staubecken einsatzbereit – Weihnachtspause im Flutgraben

Döbelner Hochwasserschutz Neues Staubecken einsatzbereit – Weihnachtspause im Flutgraben

Im Pommlitzgrund soll ab sofort das neue Staubecken bei Starkregen die Wassermassen aufhalten. Das 90 000-Euro-Bauwerk der Stadt Döbeln ist seit dieser Woche fertig. Beim Hochwasserschutz für die Muldeninsel ist ab nächste Woche bis 6. Januar 2017 Weihnachtspause. Allerdings bleiben die Bauleute in Bereitschaft.

Einsatzbereit ist seit dieser Woche das neue rund 90 000 Euro teure Rückhaltebecken am Pommlitzbach in Döbeln.


Döbeln. Das neue Staubauwerk im Pommlitzgrund ist ein paar Tage vor dem am Freitag geplanten Übergabetermin fertig geworden. „Es erfüllt ab sofort seinen Zweck beim Hochwasserschutz “, so Thomas Mettcher, Pressesprecher der Stadt Döbeln. Im Eilzugtempo hatte die Stadtverwaltung im Herbst 2014 eine Lösung für den Pommlitzbach auf den Tisch gelegt. Der flutete in der Vergangenheit bei Starkregen immer wieder das Areal um die Ziegelstraße, die Dresdner Straße und den Dresdner Platz. Das soll das neue Staubauwerk verhindern. In den natürlichen Taleinschnitt des Pommlitzbaches wurde eine Stauwand aus Stahl und davor ein Staubecken von 21 Metern Länge, 7,50 Meter Tiefe und zehn Metern Breite errichtet. Dazu eine genau berechnete Drosselöffnung mit einem Grobrechen davor und ein festgelegter Überströmbereich. All das soll das reißende Wasser aus dem etwa eineinhalb Quadratkilometer großen Einzugsgebiet des Pommlitzbaches aufhalten und zeitlich dosiert in Richtung Mulde ableiten, ohne dass es in der Ziegelstraße an die Oberfläche tritt.

Bei Starkniederschlägen schwillt der Bach extrem schnell an. Er fließt dann rasend schnell, genährt vom Wasser der Feldhänge, ins Tal und tritt vor den riesigen Rohren, die ihn unterirdisch in die Mulde leiten, an der Ziegelstraße auf die Straße. Das soll mit dem 90 000 Euro teuren Bau ein Ende haben. Das Staubecken soll etwa 15 Jahre genutzt werden. Langfristig soll irgendwann an dieser Stelle mal ein ähnliches Staubauwerk wie im Amselgrund gebaut werden. Das ist aber teure Zukunftsmusik.

Ab Mitte nächster Woche gehen die Bauleute an den großen Flutbaustellen im Stadtgebiet in die Weihnachtsferien. Bis 6. Januar ruhen die Bauarbeiten an der Flutmulde zwischen Niederbrücke und Brücke Bahnhofstraße. „Die Baufirmen haben allerdings einen Bereitschaftsdienst eingerichtet. Sollte etwa ein weihnachtliches Hochwasser geben, müsste die Baustelle schnellstens geräumt werden. Entsprechend Vorkehrungen sind getroffen. Auch bagger stehen dafür bereit“, sagt Axel Bobbe, Betriebsleiter der Landestalsperrenverwaltung. Auch seine Mitarbeiter sind zwischen den Feiertagen zur Hälfte im Dienst. Die andere Hälfte ist in Bereitschaft.

Am neuen Schlossbergwehr laufen noch Restarbeiten an der Automatisierung der Steuerung. Die Synchronisierung der hydraulischen Antriebe ist sehr aufwendig. Die ersten Tests verliefen erfolgreich. Zu Jahresbeginn werden die Arbeiten abgeschlossen. Ziel ist es das Wehr vollkommen automatisch zu steuern.

Der Parkplatz am Busbahnhof wird bereits gereinigt und soll im nächsten Jahr wieder zum Parken freigegeben werden. Die Bauleitung und Baustelleneinrichtung ist mit dem Verlauf der aktuellen Flutgrabenverbreitung weitergerückt. Wenn 2018 die Brücke an der Straße des Friedens abgerissen und neugebaut wird, hat sich die Landestalsperrenverwaltung für die Bauleitung eine andere Fläche am Busbahnhof gesichert.

Abgeschlossen ist seit Anfang Dezember auch die Beräumung in der Zschopau bei Kleinlimmritz. Die Landestalsperrenverwaltung hatte dort seit August rund 7000 Tonnen Sedimente auf eine Länge von 200 Metern aus dem Fluss gebaggert und dafür rund 500 000 Euro ausgegeben. Die wenig belasteten Ablagerungen waren zum Abflusshindernis geworden,. Sie wurden zwischengelagert und Anfang Dezember in eine Verwertungsanlage abgefahren.

Von Thomas Sparrer

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