Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Neues Treppenhaus fürs Döbelner Rathaus
Region Döbeln Neues Treppenhaus fürs Döbelner Rathaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:58 19.05.2015
Hinter den Fenstern links von der Tür der Stadtinformation wird das neue Treppenhaus für den Westflügel des Rathauses eingebaut. Das fordert das Brandschutzkonzept. Quelle: Bartsch
Anzeige

Doch die Zeit drängt. Bis Oktober muss mit dem, Bau eines neuen Fluchttreppenhauses im Südwestflügel (neben der Stadtinformation) begonnen werden, wenn die Stadt dafür 85 Prozent der Kosten als Fördermittel aus dem Stadtsanierungstopf des Freistaates abgreifen möchte.

Die Stadträte monierten in ihrer Dezembersitzung eine scheinbar unverständliche Kostenexplosion von 800 000 Euro auf reichlich 1,4 Millionen Euro. Bis 2019 sollte das Brandschutzkonzept in fünf Bauabschnitte umgesetzt werden. Die Verwaltung hat nun das Gesamtkonzept vor der Stadtratssitzung am kommenden Donnerstag nochmals aufgedröselt und an den Gesamtkosten den Rotstift angesetzt. Eine Kostenreduzierung um 300 000 Euro auf 1,1 Millionen Euro ist das Ergebnis. Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) und Baudezernent Thomas Hanns versuchen nun den Stadträten zu vermitteln, dass die monierte Kostenexplosion eigentlich keine solche ist: Denn die Gesamtsumme von 800 000 Euro für den Brandschutz im Rathaus beruhte auf einer Grobkostenschätzung der Planer aus dem Jahre 2012. Erst im März 2013 lag eine ausgearbeitete Kostenberechnung vor, die bei 1,4 Millionen Euro herauskam. Darin hatten allerdings auch die Rathausabteilungen noch einige Bauleistungen eingearbeitet, die im Zuge der Baumaßnahmen gleich mit sinnvoll gewesen wären. So sollten etwa die Handwerker im Zuge des Brandschutzkonzeptes auch gleich den in die Jahre gekommenen Toilettenturm im Nordflügel des Rathauses mit in Schuss bringen. Der Beschluss des darauf basierenden Konzeptes fiel in der Stadtratssitzung im Juni 2013 aus, weil wegen der Hochwasserkatastrophe andere Prioritäten gesetzt wurden.

Jetzt hat die Bauverwaltung im Rathaus das Projekt wieder auf den rein notwendigen Brandschutz reduziert. Auf den können die übergeordneten Behörden auch bestehen. Denn viele Büros im Westflügel sind zu weit vom Treppenhaus entfernt. Bei einem Brand säßen Mitarbeiter und Rathausbesucher in der Falle. Betroffen wäre auch die Kleine Galerie, die bei Veranstaltungen auch größere Besucherströme zu bewältigen hat. "Wird das Brandschutzkonzept also nicht bald umgesetzt, drohen der Kleinen Galerie möglicherweise sogar Nutzungseinschränkungen", befürchtet Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer.

Fällt der Stadtrat am Donnerstag einen Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Brandschutzkonzeptes im Rathaus, dann kann im Herbst mit dem Bau des neuen Fluchtreppenhauses an der Südseite des Westflügels begonnen werden. In dem Zuge werden auch noch extra Steigleitungen für das Löschwasser der Feuerwehr eingebaut. Änderungen bringt das Treppenhaus auch im Dachgeschoss mit sich. Depoträume des Museums müssen umziehen. Das Obergeschoss erhält einen komplett neuen Brandschutz.

Thomas Sparrer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Was in öffentlichen Einrichtungen an Verwaltungs- und Organisationsaufgaben anfällt, ist oftmals mit jeder Menge Papierkram verbunden. Doch damit könnte im "Digitalen Zeitalter" nach und nach Schluss sein.

19.05.2015

Straßenbau wohin das Auge blickt. Etwa 23 Millionen Euro will allein der Landkreis Mittelsachsen in diesem Jahr für über 40 Einzelmaßnahmen "verbuddeln".

19.05.2015

Genau das richtige Wetter, um Großes zu leisten, war gestern Nachmittag als der Kreissportbund Mittelsachsen und das Lessing-Gymnasium Döbeln (LGD) zum Sportabzeichen-Tag riefen.

19.05.2015
Anzeige