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Döbeln Neues Waldheimer Pflegeheim steht auf Bohrpfählen
Region Döbeln Neues Waldheimer Pflegeheim steht auf Bohrpfählen
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Weil der Baugrund zu hart ist, schüttete der Radlader eine Schaufel Sand für den ersten Spatenstich des neuen Alloheims auf die Baustelle, damit Katja Veit (.l.), Geschäftsführerin von Fuchs-Bau, gemeinsam mit Bauleiter Bernd Müller, Alloheim-Regionalleiterin Catrin Förster, der Waldheimer Alloheimchefin Manuela Ulbricht, Waldheims Bauamtsleiter Michael Wittig, Bürgermeister Steffen Ernst und Harald Rogalinski, Geschäftsführer von Mondern Living, den ersten Spatenstich bequem vollziehen konnten. Quelle: Sven Bartsch
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Waldheim

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat am Dienstag der Bau des Pflegeheims an der Breitscheidstraße nun offiziell begonnen. Der wird etwa 250 000 bis 300 000 Euro mehr kosten, als geplant. Gut möglich, dass sich auch im Umfeld etwas ändert und der alte Spielplatz an der Breitscheidstraße wieder zu neuen Ehren kommt.

„Baugrunduntersuchungen haben ergeben, dass der Untergrund nicht standfest ist. Darum gründen wir jetzt auf einer Fläche von etwa 12 000 Quadtratmetern 750 Bohrpfähle“, sagt Harald Rogalinski, Geschäftsführer der Modern Living GmbH. Diese Gesellschaft lässt das neue Heim bauen, das Alloheim zieht dann als Mieter ein. Bernd Müller ist Bauleiter und erläutert, wie das Bohrpfahl-Verfahren funktioniert. „Streng genommen verdrängt der Bohrer nur den Boden, wir holen kein Material heraus. So wie der Maschinenführer den Bohrer herauszieht, wird das Loch mit Beton verfüllt.“ Den liefert Waldheim-Beton in der Festigkeitsklasse B 35 – ist also ziemlich hartes Zeug. Auf den betonierten Pfählen ruht später die Bodenplatte des Pflegeheims. Allerdings verteuert diese Gründung das Vorhaben um bis zu 300 000 Euro, die Gesamtbaukosen können so auf bis zu 8,8 Millionen Euro steigen.

Den alten Spielplatz an der Breitscheidstraße will die Stadt seniorengerecht umbauen. Quelle: Sven Bartsch Sven Bartsch

Gleich gegenüber des im Bau begriffenen Pflegeheims ist der alte Spielplatz. Hier hat die Stadt seit Jahren nur das Gras gemäht, nichts in neue Spielgeräte investiert. Das hat seinen guten Grund. Wie gestern beim ersten Spatenstich zu erfahren war, hat die Stadt Pläne für diese Fläche. „Es ist angedacht, die Fläche seniorengerecht umzugestalten“, sagt Waldheims Bauamtsleiter Michael Wittig. Mit den Stadträten sei dieses Thema bisher in nichtöffentlichen Ausschüssen besprochen worden. Eine detaillierte Planung gibt es noch nicht, aber Entwurfskizzen. „Wir stehen hier vor der Herausforderung, starke Niveauunterschiede zu haben. Außerdem sollen alle Bäume erhalten bleiben“, sagt Michael Wittig. Dafür ist eine ordentliche Planung notwendig. Das Thema Bewegungsplatz für Senioren wird die Waldheimer Stadträte also künftig noch beschäftigen. Eine vergleichbare Anlage hat die Wohnungsgenossenschaft Fortschritt in Döbeln-Ost II an der Meißner Straße eingerichtet.

Zurück nach Waldheim. Hier laden Catrin Förster, Allo-Heim-Regionalleiterin, und Manuela Ulbricht, Leiterin des Alloheims an der Härtelstraße, ab kommender Woche ins Haus an der Härtelstraße ein, um die Baupläne zu besichtigen. Künftige Interessenten eines Heimplatzes können sich so schon mal ein Bild verschaffen. Außerdem sucht das Alloheim nach Arbeitskräften in allen Bereichen. Neben der Pflege braucht das neue Heim auch Mitarbeiter in der Küche und in der Wäscherei. 100 Arbeitsplätze sollen an der Breitscheidstraße entstehen. Das neue Pflegeheim hat 117 Plätze. Fast 5500 Quadratmeter Nutzfläche wird das neue Heim einmal haben und einen Rauminhalt von fast 21 000 Kubikmetern. Das Haus wird in den Hang hineinragen. 87 Einzelzimmer mit einer Wohnfläche von etwa 20 Quadratmetern sehen die Pläne vor. Dazu kommen die Bäder mit einer Fläche von etwa fünf Quadratmetern. Bis zum April 2019 soll der Neubau fertig sein. Dieser hatte sich verzögert, weil das Landratsamt die Baugenehmigung später erteilt hat, als es der Bauherr erwartete.

Von Dirk Wurzel

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