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Döbeln Neues Zauberklavier und robustes Tasteninstrument für die Musikschule
Region Döbeln Neues Zauberklavier und robustes Tasteninstrument für die Musikschule
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23:15 10.11.2014
Margot Berthold, Sparkassenchefin Reingard Pöhnitzsch, Fördervereinsvorsitzende Christa Michel und Uwe Krahl vom Vorstand der Kreisparkasse probieren die neuen Klaviere aus. Quelle: T. Sparrer

Sie waren einer Musikschule wie unserer nicht mehr würdig", schildert gestern Leiterin Margot Berthold. Christa Michel, Vorsitzender des Musikschulfördervereins in Döbeln, hatte den Klavierkauf schon länger auf dem Zettel und sammelte in den letzten Jahren einiges Geld dafür. Der Durchbruch gelang im April dieses Jahres. Anlässlich des traditionellen Frühjahrskonzertes von Musikschultalenten in den Räumen der Kreissparkasse Döbeln spendierte das heimische Kreditinstitut der Musikschule 3000 Euro für die Anschaffung eines neuen Klaviers.

Klavierlehrer Lucas Malik (39) war es nun gelungen, mit einem Musikhaus für insgesamt 7000 Euro vom Förderverein und der Kreissparkasse zwei hochwertige gebrauchte Instrumente anzuschaffen. Gestern führte er gemeinsam mit Musikschulchefin Margot Berthold den Geldgebern die Neuanschaffungen vor.

Im Obergeschoss steht nun ein zweites baugleiches sogenanntes Disk-Klavier den künftigen Pianisten zur Verfügung. Lucas Malik ließ die beiden miteinander vernetzten Zauberklaviere gestern ganz von allein spielen. "Man kann hiermit das Spiel des Klavierschülers aufnehmen und danach analysieren. Man kann aber auch zum Üben bestenfalls sogar ein von Starpianisten Lang Lang eingespieltes Stück samt Orchesterbegleitung einspielen und dazu üben", schildert er begeistert. Etwa 16 000 Euro Neupreis kostet ein solches Disk-Klavier. Die zweite Neuanschaffung ist ein sehr robustes Klavier, dass auch noch so kräftige Tastenanschläge von Nachwuchspianisten aushält. Es steht im Ballett-Raum der Musikschule.

650 Musikschüler im Alter von zwei bis etwa 75 Jahren zählt die Musikschule in Döbeln. Vier angestellte Musikschullehrer und 30 Honorarkräfte arbeiten mit den Schülern. "Bei uns kann man eigentlich alle Instrumente lernen, außer Didgeridoo, Dudelsack, Harfe und Mundharmonika", sagt Leiterin Margot Berthold voller Stolz. Stolz ist die Chefin auch darauf, dass ihre Musikschule die preiswerteste in Sachsen ist. Mit 470 Euro im Jahr für wöchentlich 45 Minuten Einzelunterricht am Instrument soll sich die musische Ausbildung der Kinder und Jugendlichen möglichst jede Familie, die darauf Wert legt, auch leisten können. Der Landkreis subventioniert die Nachwuchsausbildung. Erwachsene zahlen für 45 Minuten Einzelunterricht pro Woche rund 600 Euro im Jahr.

Im nächsten Jahr plant die Kreismusikschule ganz Großes. Die Musikschule Carl-Philipp-Emanuel Bach holt den Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" mit erwarteten 600 Teilnehmern Ende Januar nach Döbeln.

Kasel, Beatrice

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