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Döbeln Neues auf Mildenstein: Park und Brunnen dieses Jahr wieder offen
Region Döbeln Neues auf Mildenstein: Park und Brunnen dieses Jahr wieder offen
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18:36 18.01.2016
An der Mirus-Ruine wird noch gearbeitet. Zum Tag des offenen Denkmals im September soll der Park erstmals für Bürger geöffnet werden. Quelle: Sven Bartsch
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Leisnig

Dieses Jahr warten auf der Burg Mildenstein einige Neuheiten sogar auf jene Besucher, welche die Burg wie ihre Westentasche zu kennen glauben. Nach den immer noch andauernden Sanierungsarbeiten wird zum Beispiel der Mirus-Park erstmals wieder offiziell zugänglich sein. Geplant ist das für den 11. September, den Tag des offenen Denkmals.

„Was bis dahin bereits saniert ist, wird dann auch begehbar sein“, sagt Bernd Wippert, der die Burg für die Sächsische Burgen- und Schlösserverwaltung unter seiner Regie hat. Bis zum Schweizerhaus, so schätzt er ein, werde das Areal bis da hin so weit von Sträuchern und Bäumen befreit sein, dass die zu sanierenden Wege nach den geltenden Sicherheitsbestimmungen an diesem Tag für die Öffentlichkeit frei gegeben werden können. Das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB), ein Unternehmen des Freistaates Sachsen, widmet sich seit mehreren Jahren der Sanierung des früheren Parkgeländes, koordiniert das Projekt und beauftragt die Unternehmen. Die Arbeiten stehen nicht allein im Zusammenhang mit dem Wunsch, den Park begehbar zu machen. Unterhalb der Mirus-Ruine musste in den vergangenen Jahren der Hang gesichert werden. Es waren mehrere Erd- und Felsabbrüche zu verzeichnen. Der Freistaat, dem nicht nur die Burg als Immobilie, sondern auch das Grundstück gehört, ist dafür verantwortlich, die sich dadurch entwickelnden Gefahrenquellen zu beheben. Das gilt für den gesamten Felssporn, über dem sich die Burg erhebt. Aus dem Fels waren in der Vergangenheit schon Steine auf Grundstücke in Tragnitz gefallen.

Die Arbeiten vom SIB zielen zwar weniger darauf ab, den Park wieder originalgetreu herzurichten, wie ihn viele Einheimische aus ihrer Kindheit und Jugend kennen. Mit den Sanierungs- und Sicherungsarbeiten will der Freistaat jedoch die Möglichkeit schaffen, Spaziergängern ein besonderes Fleckchen Erde für die Naherholung zurück zu geben. Ein weiteres Projekt, das den Burgbesuchern einen besonderen Einblick in die Burggeschichte geben soll, ist die Freilegung des alten Burgbrunnens. Länger als 200 Jahre war dieser nunmehr mit einer Gewölbekappe verschlossen. Wippert, der auch als Verwalter der Burg Kriebstein fungiert und dort ebenfalls den Burgbrunnen freilegen ließ, hofft auf archäologische Funde, die auf Details aus der Burggeschichte hinweisen. „Ohnehin kann dieses Projekt nur in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Archäologie verfolgt werden“, stellt er klar.

Leisniger, die meinen, über die Burg und die sich darum rankenden Geschichten gut Bescheid zu wissen, sind im Übrigen für den Buß- und Bettag am 16. November zu einer besonderen Führung eingeladen. Dann hält Michael Kreskowsky Informationen rund um die Burg bereit, welche aufräumen mit der einen oder anderen sich um das Gemäuer rankenden Legende. Sabine Rötzsch vom Marketing des Burgmuseum sagt dazu: „Wenn Leisniger zu uns zu Führungen kommen, erfahren wir einiges, was man sich so herum erzählt. Michael Kreskowsky hat sich mit diesen Legenden näher befasst und dazu recherchiert. Man kann nun durchaus einiges gerade rücken, was man sich rumerzählt.“ Vor diesem Hintergrund kam der Termin für die so genannte Besserwisser-Führung am Buß- und Bettag zustande.

Von Steffi Robak

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