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Döbeln Neujahrsempfang in Roßwein
Region Döbeln Neujahrsempfang in Roßwein
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22:26 20.01.2012

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Roßweins Bürgermeister hatte gestern zum Neujahrsempfang ins Rathaus eingeladen. Seine Sicht zur Lage der Stadt fiel gemischt aus. Und: Lindner machte Forderungen auf - gegenüber dem Freistaat und der Europäischen Union und gegenüber der Arbeitsagentur.

Nach Hainichens Stadtchef Dieter Greysinger fordert auch Lindner den Sitz einer neuen Arbeitsagentur Mittelsachsen- als Kompensation für den Fall, dass der Freistaat Roßwein die Hochschule wegnimmt. Und danach sieht es aus. Der Verlust wäre ein Tiefschlag. Mit so einer Hochschulpolitik setze Sachsen auch die Zukunft der Unternehmen aufs Spiel, sagte Lindner. Schließlich würden so schon Fachkräfte fehlen. "Mit wie vielen Eierschecken will sich Herr Morlock denn dann in die Autobahnraststätten setzen?", fragte Lindner spitz - mit Blick auf die Aktion des sächsischen Wirtschaftsministers zur Rück-Werbung abgewanderter Arbeitskräfte. Mit dem Erwerb des Studentenwohnheims habe Roßwein die Türen für eine mögliche Weiterentwicklung des Studienstandortes offen gehalten, betonte Lindner.

Schatten wirft auch die Krise der Roßweiner Wohnungsverwaltungs GmbH. Werde kein Investor gefunden, müsse das Unternehmen zerschlagen werden. Der Stadtchef fordert Sondermittel aus Dresden für den Altkreis Döbeln. Dieser sei wegen der Zuordnung zum schlechter gestellten Leipziger EU-Fördergebiet benachteiligt. Investoren im Altkreis Mittweida bekämen mehr Fördergeld.

Trotz aller Probleme: Lindners Bilanz fiel überwiegend positiv aus. Der Bürgermeister nannte die Neuansiedlungen der Firmen Kunert und Kunath im Gewerbegebiet Goldene Höhe und die Investition von Hitachi. Manche Unternehmer engagierten sich stark für das Gemeinwesen - wie Rico Söhnel. Den Chef der Firma Elektro Söhnel und dessen Auszeichnung mit dem Goldenen Stiefel der DAZ im vergangenen Jahr hob Lindner hervor.

Für positive Momente sorgte 2011 die Ankündigung des Straßenbauamtes zur Sanierung der Staatsstraßen 34 und 39. Er hoffe nach wie vor, dass es im Herbst losgehen kann, sagte Lindner. Losgehen kann auch die Mittelschulsanierung: Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hatte letztes Jahr den Fördermittelbescheid für die Innenstadtsanierung in Roßwein vorbeigebracht. Nach jahrelangem Kampf könne es an der Schule endlich losgehen, freute sich Lindner.

Der Bürgermeister verwies auf 400 000 Euro Investitionen in Roßweiner Einrichtungen und Infrastruktur im vergangenen Jahr und nannte die Kindergärten Gleisberg und Zwergenland, die Terrasse der Förderschule sowie verschiedene Straßen.

Und was bringt das Jahr 2012? "SMH", sagte Lindner und meinte damit keine Schnelle Medizinische Hilfe. Sondern: Staatsstraßen, Mittelschule, Hochzeit. Aus Niederstriegis waren mehrere Gemeinderäte gekommen, nur Bürgermeister Heinz Martin musste mit Grippe im Bett bleiben. Man werde auf Augenhöhe fusionieren, stellte Veit Lindner klar. Bis jetzt habe sich jede der Roßweiner Ortschaften ihre Wurzeln und ihre Identität bewahrt, sagte der Stadtchef und nannte beispielhaft den Ort Gleisberg. Auch die Bürger aus den Niederstriegiser Orten müssten sich daher keine Sorgen um einen Bedeutungsverlust machen. Björn Meine

Für sein mehr als 50 Jahre währendes Engagement beim Deutschen Roten Kreuz wird in diesem Jahr Rolf Haude mit der städtischen Ehrenplakette ausgezeichnet. Im Rahmen einer Breitenausbildung kam der heute 71-Jährige erstmals in Kontakt mit dem DRK. 1991 trat er dem neu gegründeten Roßweiner Ortsverein bei und ist seitdem in diesem ehrenamtlich tätig. Die Schwerpunkte von Rolf Haudes Engagement lagen dabei auf der Blutspende, dem Weihnachtsmarkt sowie der Absicherung von Schulsportfesten. Bekannt ist er allen Kickern in der Döbelner Region als Sanitäter im Einsatz bei den Heimspielen des Roßweiner SV.rd

Mit der städtischen Ehrenplakette für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird in diesem Jahr Helga Rösner. Die Leiterin des Klöppelzirkels Roßwein hat in den vergangenen 30 Jahren vielen interessierten Frauen die Kunst des Klöppelns beigebracht. Mit 14 Teilnehmerinnen startete die gebürtige Annabergerin 1982 ihren Zirkel, der mit den Jahren zu einem festen Bestandteil des Roßweiner Kulturlebens wurde. Bereits fünf Jahre nach seiner Formierung wurde der Zirkel mit dem Titel "Hervorragendes Volkskunstkollektiv" ausgezeichnet, seit 1995 ist er Mitglied der sächsischen Erwachsenenbildung. rd

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