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Döbeln Neustart bei Pietsch
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17:38 21.06.2013
Uwe Bachmann, Ansprechpartner im Fachcenter von Pietsch Haustechnik in der Ritterstraße, konnte gestern - erstmals nach dem Hochwasser - wieder Kunden begrüßen: Einer der ersten war Steffen Thiele vom gleichnamigen Unternehmen in Roßwein. Quelle: Allner

Die Prokuristin der Pietsch Haustechnik mit Sitz in Ostrau kann wieder lächeln, denn gestern kam es in der Filiale in der Döbelner Ritterstraße rund zwei Wochen nach der Flut zum Neustart.

Natürlich ist noch viel zu machen. Im hinteren Bereich fehlt Putz an den Wänden, die Bodenfließen sind feucht. Man habe eine Übereinkunft mit dem Vermieter gefunden, dass es zunächst provisorisch weitergehe. Demnächst müssen Entfeuchter gestellt werden, aber alles ist auf dem Weg zu etwas mehr Normalität. Das sogenannte Fachcenter ist nun im Bereich der ehemaligen Badausstellung aufgebaut. Seit gestern läuft dort wieder der Verkauf. Die beiden Mitarbeiter der Badausstellung sind derzeit in Leipzig.

Besonders froh darüber ist auch Uwe Bachmann, Ansprechpartner für den Kunden vor Ort: "Am ersten Tag haben wir durchaus die Köpfe hängen lassen, aber nun nicht mehr. Außerdem sind die ersten Kunden da, es geht also weiter." Schon am gestrigen Vormittag hatte sich Steffen Thiele von der gleichnamigen Roßweiner Firma eingefunden. Er wollte WC-Vorwandelemente kaufen und war froh, nicht mehr nach Alternativen suchen beziehungsweise nach Ostrau fahren zu müssen: "Döbeln liegt von Roßwein aus auf dem halben Weg. Ich freue mich, dass ich nicht mehr auf Alternativen zurückgreifen muss und es hier so zügig weitergeht."

Schäden in der Gemeinde Ostrau

Unterdessen korrigierte Dirk Schilling (CDU) die Schadensbilanz in seiner Kommune nach oben. Allein für kaputte Wohngebäude werden rund 900 000 Euro locker gemacht werden müssen. Zudem sind zahlreiche Radwege ausgespühlt. "Wir hatten zwar sowieso vor, uns um diese zu kümmern, nun ist es aber dringende Notwendigkeit", so Ostraus Bürgermeister. Die Kommune habe für genau solche Arbeiten weitere MAE-Kräfte beantragt und fünf Mitarbeiter bewilligt bekommen.

In einer Wiederaufbaukonferenz am 14. Juni wurde außerdem über schnelle Maßnahmen beraten. Daraufhin wurden Container für vom Hochwasser Betroffene aufgestellt und Material der Wasserwacht (Schläuche, Pumpen, Wathosen) im Bauhof zentral gelagert, wie auch ein gewisser Vorrat an Säcken mit trockenem Sand.

Die Fluthilfe konnte über Internetportale recht gut organisiert werden so Schilling, allerdings wolle man zukünftig für den Hochwasserfall eine "SMS-Kette" einrichten: "Zahlreiche Bürger wollten helfen, riefen an. Um dies besser koordinieren und informieren zu können, fragen wir auf freiwilliger Basis Handynummern ab um dann gesammelt benachrichtigen zu können."

Natasha G. Allner

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