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Döbeln „Nicolaner“ in Obergoseln meldet Insolvenz an
Region Döbeln „Nicolaner“ in Obergoseln meldet Insolvenz an
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17:00 02.09.2016
Der „Nicolaner“ in Obergoseln hat trotz Insolvenz weiter geöffnet. Quelle: dpa-Zentralbild
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Döbeln

Das Hotel und das Restaurant „Zum Nicolaner“ in Obergoseln ist insolvent. Wolfram Nicolai, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft hat in dieser Woche beim Amtsgericht Chemnitz Insolvenzantrag gestellt. “Hintergrund ist ein Zerwürfnis mit einem Darlehensgeber“, sagt Rechtsanwalt Tobias Hohmann von der Kanzlei Flöther und Wissing. Er wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt und hat sich einen ersten Überblick verschafft. „Das über die Grenzen Döbelns und Mittelsachsens hinaus bekannte Tagungshotel und Restaurant „Zum Nicolaner“ wird trotz des Insolvenzantrag im bisherigen Geiste weitergeführt“, versichert der Rechtsanwalt. Das Hotel sei ausgebucht. der Geschäftsbetrieb des gut geführten Betriebes werde zusammen mit engagierten Mitarbeitern uneingeschränkt aufrecht erhalten. Die Löhne der Mitarbeiter sind bis Ende Oktober über das Insolvenzgeld gesichert.

„Ich bin aufgrund der Verhandlungen mit Investoren zuversichtlich, den Geschäftsbetrieb auch über den Jahreswechsel hinaus nahtlos und im etablierten Konzept fortführen zu können. Auch in der Insolvenz soll der Charakter des Hauses mit seiner frischen, regionalen Küche und aufmerksamen Service aufrecht erhalten werden“, so der Insolvenzverwalter. Für den Herbst seien bereits Spezialitäten in Planung. Das engagierte Team werde mit viel Elan weiter die Gastfreundlichkeit im „Nicolaner“ hochhalten. „Das nach Insolvenz und zehnjähriger Schließung gerade wieder eröffnende Landhotel Sonnenhof in Ossig ist aufgrund eines völlig anderen Konzeptes keine direkte Konkurrenz für den Nicolaner“, so Rechtsanwalt Tobias Hohmann.

Das Landhotel „Zum Nicolaner, nur fünf Minuten von der Autobahn und von der B169 entfernt, wurde 1994 eröffnet. Als Besitzer Wolfram Nicolai den verfallenen Vierseitenhof, einst sein Geburtshaus, im Jahr 1991 zurückbekam, waren drei Gebäude dem Erdboden gleich. Der alte Vierseitenhof wurde fast vollständig abgerissen und neu aufgebaut. Für Tagungen, Konferenzen, Schulungen oder Firmenfeiern sind die Räumlichkeiten mit Saal, Tagungsräumen, den Restaurants und den 13 Hotelzimmern ideal. Auch Dank des Küchenchefs und einer abwechslungsreichen, oft ausgefallenen Speisekarte hat der Nicolaner seit 22 Jahren einen guten Ruf.

Nach DAZ-Informationen hatte der „Nicolaner“ in den letzten Monaten mit Personalnot zu kämpfen. Chef Frank Ehrt hat den Betrieb verlassen und eine neue Aufgabe gefunden. Er hilft nach Auskunft von Wolfram Nicolai aber in alter Verbundenheit weiter bei der Planung und Ausgestaltung größerer Veranstaltungen und Feiern. Zudem bewarben sich Mitarbeiterinnen auf die Stellenausschreibungen des Landhotels „Sonnenhof“ und wechselten dorthin. Das Team im Nicolaner reduzierte sich von sieben auf vier Mitarbeiter. Auf der Homepage im Internet sind mehrere Stellen ausgeschrieben. Bis das Team wieder verstärkt ist, gibt es im Restaurant veränderte Öffnungszeiten. Montags ist Ruhetag, Dienstag bis Sonnabend ist die Gaststätte von 17 bis 23 Uhr geöffnet. Am Sonntag zum Mittagstisch von 11 bis 14 Uhr.

Von Thomas Sparrer

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