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Döbeln Niederstriegisser Schützen feiern 20-jähriges Bestehen
Region Döbeln Niederstriegisser Schützen feiern 20-jähriges Bestehen
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19:52 21.08.2016
Der Niederstriegisser Schützenverein trägt die Fahne stolz zum 20-jährigen Jubiläum.
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Niederstriegis

Wenn sich selbst erfahrene Mitglieder eines Schützenvereins angespannt die Ohren zuhalten, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass es gleich ungemütlich wird. „BAMM“ hallte es am Sonnabend schließlich dreimal am Stück kompromisslos durch das Niederstriegisser Muldental und brachte einige Trommelfelle an ihre Belastungsgrenze. Die drei Böllerkanonen brachte die Harther Scheibenschützengesellschaft mit, um sie zu Ehren des 20-jährigen Bestehens des Schützenvereins Niederstriegis abzufeuern. Auch befreundete Schützenvereine aus Roßwein, Neudorf, Mochau und Leisnig zählten zu den Gratulanten. Auch Heimat-, Sport- und Feuerwehrverein kamen vorbei. Man hält eben zusammen, haben doch viele mit Nachwuchssorgen das gleiche Problem.

18 Mitglieder zählt Vereinsvorsitzender Dieter Groß heute. 1996 fing alles mit etwa 13 Gründungsmitgliedern an – damals noch in der Bauernstube. Von dort aus zog der Verein – mit Zwischenstopp im ehemaligen Aropharmwerk – auf Anraten des Bürgermeisters in sein heutiges Domizil: dem werkszugehörigen Wasseraufbereitungsgebäude. „Durch viel Kraft haben wir damals die alten Fundamente herausgeholt, den riesigen Raum selber betoniert und dann den Schießstand und Vereinsraum aufgebaut – alles in Eigenregie“, erinnert sich Dieter Groß. Das war 1998. Vier Jahre später trieb die Jahrhundertflut das Wasser in etwa 1,50 Metern Höhe durch das Schützenhaus und vernichtete alles. „Das komplette Inventar war Schrott“, beschreibt es der Vereinschef nüchtern. Entmutigen ließ sich die Truppe davon jedoch nicht. Durch Spenden, Aufbauhilfe und viele Eigenleistungen bauten die Sportschützen alles komplett neu auf. Im Jahr danach besuchte sie der damalige sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU), um sich selbst ein Bild vom Wiederaufbau zu machen. 2013 verschonte sie die Flut nur knapp.

Heute bemühen sich die Niederstriegisser, das Vereinsleben am Laufen zu halten. „Wir legen in unserem Verein viel Wert auf Geselligkeit“, betont Dieter Groß. So organisiert der Verein nicht nur eigene Veranstaltungen, er besucht auch zahlreiche in der Region. „Wir versuchen überall teilzunehmen und sind oft mit der Ballkanone unterwegs“, erklärt Martina Groß, Frau des Vorsitzenden. „Für die Kinder ist das immer etwas Schönes.“

Noch sind ein paar Seiten Platz sind in der Vereinschronik. Die Großes hoffen, die leeren Blätter auch in den kommenden Jahren noch mit zahlreichen Einträgen und Bildern füllen zu können. „Wir wünschen uns Zuspruch und neue Mitglieder, um den Verein weiterführen zu können“, hält Dieter Groß fest. Sein Blick verrät, dass das keine leichte Aufgabe sein wird.

Von André Pitz

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