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Nils Pester siegt beim 13. Stockcar-Rennen in Hartha

Autorennen Nils Pester siegt beim 13. Stockcar-Rennen in Hartha

Es kann nur einen geben, und am Sonntag hat sich heraus gestellt: Er heißt Nils Pester und kommt aus Penig. Beim so genannten Vernichtungslauf hatte es gerade mal eine halbe Stunde gedauert, da war klar, wer der Sieger des 13. Stockcar-Rennens von Hartha ist.

Das Schicksal derer, die liegen bleiben: Wer nicht mehr kann, wird aus dem Ring getragen. Nur zum Schluss beim "Vernichter" bleiben einige Wagen auf der Strecke.

Quelle: Uwe Reinwardt

Hartha. Noch 30 Minuten davor stehen die Autos der 15 Fahrer, und zwar aller Klassen, in zwei Reihen und warten, endlich ihr Letztes geben zu dürfen. Das ist bei manchen nicht mehr viel, denn so manches Fahrzeug ist im Wesentlichen bereits in Auflösung begriffen. Manche Autos sind also solche nur noch zu erkennen, weil sie vier Räder haben. "Wir Frauen müssen ganz genau hinsehen oder am besten fragen, wenn wir das noch herausfinden wollen, was dort grade an den Start geht", sagt Judith Günther. Sie hält im Rennbüro die Stellung, und ihr Freund Thomas Grünert vom ausrichtenden Verein MSC Hartha dreht auf der Piste am Harthaer Heegweg seine Runden.

Den Vernichtungslauf verfolgen so viele Zuschauer, dass am Rande der Strecke kein Platz mehr frei ist zum Schauen. Ausrangierte Autos, am Rande der Rennstrecke abgestellt, dienen manchen verwegenen Kletterern als perfekter Aussichtpunkt. Mit etwa einer Stunde Verspätung nehmen also die letzten 15 verblieben Fahrzeuge aller Klassen die Piste unter die Reifen. Die Autos stehen wahrlich Stoßstange an Stoßstange, da geht kein Blatt Papier dazwischen, und mancher schiebt seinen Vordermann noch mal gutmütig an. Auf der Strecke gibt es kein Erbarmen. Wer nicht schnell genug aus dem Weg hin, wird schon mal "von hinten angebumst", wie es der Streckensprecher Tobias Torke formuliert. Dass da mit Marielle Ruder auch eine Frau beim "Vernichter" in einem der Autos sitzt, sorgt durchaus nicht für eine zurückhaltendere Wortwahl - man ist hier schließlich beim Stockcar. Neben Marielle Ruder waren weitere zwei Frauen am Wochenende in Hartha am Start. Immerhin: Ruder schaffte es unter knapp 80 Fahrern bis in den letzten Lauf. Dort dürfen lediglich die Buggys nicht mehr mitfahren: Da die flotten Hüpfer kaum noch Blech rund um die Karosse aufzuweisen haben, ist es für die Fahrer zu unsicher, sich im Endlauf mit den großen Kubikzentimeter-Klassen zu messen.

In der Buggyklasse haben im Übrigen lauter Harthaer die drei vorderen Plätze belegt: Nico Borchert vom MSC Hartha Platz eins, Jürgen Magierski vom Hemi Racing Team Platz zwei, und auf Platz drei landete mit Richard Fenske noch einmal ein MSC Mann. In der Trabbi-Klasse holte das Stockcar-Team Bühlau alle drei vorderen Plätze, bei der Klasse bis 1300 Kubikzentimeter wurde Stephan Spalek aus Bretnig-Hauswalde Erster. In der Klasse über 1600 Kubikzentimeter siegte Manuel Lorenz aus Rothental. Doch die Autos mit dem größten Hubraum sind noch lange nicht automatisch die Fahrzeuge mit den größten Siegesaussichten. So sieht es gestern eine ganze Weile so aus, als könnte Brian Köhler mit seinem Trabbi im Tiger-Enten-Design das Rennen machen. Doch der letzte Konkurrenz Nils Pester schrammt an der Renn-Pappe etwas brutal vorbei. Diese dreht sich entgegen der Fahrtrichtung, wird auf den Hang geschoben und Aus die Maus. Die Schlussflaggen werden geschwungen, in Weiß und Grün. Streckensprecher Torke verabschiedet die Gäste: Jetz beginnt das große Aufräumen. Und wer an Stockcar einen Narren gefressen hat, kann eine Woche vor Ostern das nächste rennen erleben, in Dolzenhain bei Borna.

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