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Döbeln Nnach Schließung des Döbelner Jobcenters sollen Mitarbeiter vom Bund übernommen werden
Region Döbeln Nnach Schließung des Döbelner Jobcenters sollen Mitarbeiter vom Bund übernommen werden
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23:03 21.12.2011
Region Döbeln

Solche Meldungen machen im Altkreis Döbeln derzeit die Runde. Und das, wo viele Bürgermeister der Kommunen rund um Döbeln ohnehin sauer sind - parteiübergreifend. Denn die Vertreter des Altkreises sind größtenteils Verfechter des Optionsmodells, das nun eingestampft wird. Mancher liest aus dem Gutachten, das den Kreisräten vor der Entscheidung vorgelegt worden war, dass mit der Entscheidung für ein Jobcenter mit der Agentur für Arbeit der Abbau von rund 40 Arbeitsplätzen in Döbeln verbunden ist.

Das weist der Landkreis jedoch entschieden zurück. Solche Behauptungen entbehrten jeglicher Grundlage, erklärte der zweite Beigeordnete Dieter Steinert gestern. "Fakt ist: Der überwiegende Teil der Mitarbeiter des kommunalen Jobcenters wird nach gesetzlicher Regelung durch den Bund übernommen, denn sie erledigen Bundesaufgaben", sagte Steinert. Einige Mitarbeiter, die kommunale Aufgaben bearbeiten - blieben Mitarbeiter des Landkreises. Auch diese Leute gehen Steinert zufolge jedoch in die Regie der gemeinsamen Einrichtung "Jobcenter Mittelsachsen" über. "Alle Mitarbeiter werden gebraucht", betonte der Beigeordnete. Kündigungen soll es nicht geben. Björn Meine

Ab 2013 werden Langzeitarbeitslose sowie Empfänger von Leistungen im Rahmen des Sozialgesetzbuches II in einer gemeinsamen Einrichtung des Landkreises und der Bundesagentur für Arbeit betreut. Das beschloss der Kreistag am 7. Dezember. Bisher gibt es eine solche Einrichtung bereits in den Altkreisen Freiberg und Mittweida - das Jobcenter Freiberg-Mittweida. In Döbeln werden die Hilfeempfänger in Regie des Landratsamtes betreut - im Rahmen des sogenannten Optionsmodells. Im Vorfeld der Entscheidung über die zukünftige Organisationsform hatte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers beide Betreuungsmodelle überprüft und eine Empfehlung für den Kreistag erarbeitet.

Ergebnis: Beide Einrichtungen leisten im sächsischen Vergleich überdurchschnittlich gute Arbeit. Empfohlen wurde aber ein gemeinsames Jobcenter mit der Arbeitsagentur, da die finanziellen Risiken sowie die Verwaltungskosten deutlich niedriger seien. Nach intensiver Debatte folgte Mittelsachsens Kreistag der Empfehlung; der Verwaltungs- und Finanzausschuss soll den Aufbau der Einrichtung begleiten und auf die Interessen des Landkreises achten. Rund 13 600 Bedarfsgemeinschaften werden derzeit in Mittelsachsen durch beide Einrichtungen betreut. Die Sachverständigen gehen davon aus, dass die Zahl der Bedarfsgemeinschaften bis 2020 um 20 Prozent sinken wird. Hauptursache ist der demografische Wandel.red

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