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Döbeln Notsicherung am Trafohaus Kiebitz steht bevor
Region Döbeln Notsicherung am Trafohaus Kiebitz steht bevor
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08:15 10.11.2015
7500 Euro stehen momentan für die Notsicherung des Kiebitzer Trafohauses zur Verfügung: 3000 Euro davon kommen von der Denkmalschutzbehörde des Landkreises. Foto: nga Quelle: allner
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Ostrau

Zuletzt spielte das Thema zur jüngsten Ortschaftsratssitzung eine Rolle. Für das Haus ist eine Art Notsicherung vorgesehen. 4500 Euro will die Gemeinde dafür ausgeben. 3000 Euro bewilligte zudem die Denkmalschutzbehörde des Landkreises Mittelsachsen, unter der Bedingung, die Arbeiten müssten in diesem Jahr noch abgerechnet werden. Werner Richter aus dem Ortschaftsrat - ein Mann vom Baufach - hält die Erwartung für äußerst gewagt. "Dass Baufirmen im Winter ihre Aktivitäten eher herunterfahren, ist bekannt. Da müssen wir uns sehr strecken, um Firmen dafür zu bekommen", sagt Richter und stellt in den Raum, man solle eher versuchen, die vom Denkmalschutz zugesagten Fördermittel vielleicht für einen späteren Zeitpunkt zu "konservieren". Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) dazu: "Das wird so nicht funktionieren. Wir müssen mit den Arbeiten schleunigst beginnen und ordnungsgemäß abrechnen." Das Ziel ist noch aus einem anderen Grund sehr hoch gesteckt: Die Notsanierung sieht neben anderen Arbeiten die Sicherungsabdeckung des Daches vor. Jedoch habe sich nach Schillings Worten zuletzt gezeigt, dass im Grunde der gesamte, sehr marode Dachstuhl neu gemacht werden müsste, wenn das Projekt sinnvoll sein soll. Dadurch würde es aber teurer. Und Schilling erwähnt in dem Zusammenhang: "Als es in der Vergangenheit um das Trafohaus ging, war in größerem Umfang Privatinitiative angeboten worden. Die fehlt uns jetzt tatsächlich, um das zu stemmen."

Die Stelle am Trafohaus ist beim Bauprojekt für die neue Kiebitzer Dorfstraße eine der Engstellen, wo die geforderte Fußwegbreite von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Schon aus dieser Sicht erscheint es sinnvoller, das Gebäude zu planen. In der Ortschaftsratssitzung wurden Stimmen aus den Zuschauerreihen laut, die angesichts des Dilemmas für den Abriss des Gebäudes plädierten. 60 Jahre lang habe sich dafür niemand interessiert, jetzt plötzlich werde es als erhaltenswert betrachtet, obwohl es nicht sinnvoll genutzt wird. Zuletzt war in DDR-Zeiten dort geschlachtet worden. Darüber hinaus fristete das Haus ein Schattendasein, auch dahingehend, dass es nicht schon viel eher per Abriss aus der Welt geschafft wurde. Nun verhindert das der Denkmalschutzstatus. Schilling: "Wir werden also alles nötige in Gang setzen, um die Arbeiten zu veranlassen, damit alles auch noch ordnungsgemäß gegenüber der Denkmalschutzbehörde abgerechnet werden kann." sro

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