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Döbeln Ob Dorffestfjubiläum oder Sturmschäden: In Steina wird 2018 angepackt
Region Döbeln Ob Dorffestfjubiläum oder Sturmschäden: In Steina wird 2018 angepackt
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16:08 25.04.2018
Ortsvorsteherin Carin Lau spricht über die Auswirkungen des Sturmtiefs auf Steina. Quelle: Sven Bartsch
Steina

Eine Fahrt über die Dorfstraße, an der entlang sich Steina zieht, offenbart: Der Harthaer Ortsteil hat Sturmtief „Friederike“ Tribut in Form von Bäumen zollen müssen. In Bachnähe liegen die Riesen quer auf den Wiesen, abgetragene Obstbäume an den Hängen. Doch das Bild der Zerstörung ist nicht allein „Friederike“ geschuldet. Manche der umgestürzten Pappeln hatte bereits Sturm „Herwart“ im vergangenen Oktober umgepflügt. Was verzögert das Aufräumen und wie geht es weiter im Ort? Im DAZ-Interview gibt Ortsvorsteherin Carin Lau einen Ausblick auf das Jahr 2018.

Frau Lau, dieses Jahr beginnt turbulent mit einem Sturm. Dabei waren die Schäden vom letzten noch nicht einmal beseitigt. Laufen die Aufräumarbeiten?

Ab und zu höre ich die Kettensägen. Ich wohne dort ja gleich in der Nähe. „Herwart“ hatte bereits Ende Oktober Pappeln umgelegt, jetzt sind noch welche dazu gekommen. Zum Glück sind sie nicht auf die Straße gefallen.

Was verzögert das Aufräumen?

Im Moment liegt es an dem aufgeweichten Boden. Wir hatten noch keinen richtigen Frost, mit dem wäre es ein besseres Arbeiten. Die Eigentümer und der Landwirte können da schlecht die Bäume beseitigen. Das sind Riesenstämme!

Aber manche der Riesen liegen doch bereits seit Herbst?

Es war unklar, wem das Land gehört. Einerseits den Eigentümern, aber auch das Flussbett ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Flussufer gehört zu einem Gewässer zweiter Ordnung. Dafür ist die Stadt zuständig. Wenn sich keiner richtig zuständig fühlt, passiert eben nichts.

Hat die Stadt Sie unterstützt?

Im Herbst hieß es, sie müssten zunächst den Weihnachtsmarkt organisieren. Aber jetzt, wo kein Winterdienst nötig ist, müssten doch Leute verfügbar sein. Ich verstehe nicht so genau, woran es liegt, dass es nicht voran geht.

Geht es denn an anderer Stelle in Steina voran?

Wir hatten letztes Jahr im Gemeindehaus Probleme mit den Abflüssen. Die werden wir in Angriff nehmen. Wir haben darüber bereits mit der Stadt gesprochen.

Gibt es noch andere Baustellen?

Die Straßenbeleuchtung wird im Zuge des Rückbaus von Oberleitungen erneuert. Das Ingenieurbüro Goldammer hat dies in Absprache mit dem Bauamt projektiert. Von uns aus gab es da keine große Diskussion: Wir wollten Lampen, die sich bewährt haben. Zumal sie wohl auch preislich günstig sind.

Wo sehen Sie weiteren Handlungsbedarf?

Die Kreisstraße, die durch’s Tal führt, bereitet mir Sorgen: Der Uferrand müsste befestigt werden, der Straßenbelag bröckelt an den Rändern. Durch den Steinbruch haben wir viele LKW auf der Straße. Die ist nicht für diesen Betrieb ausgelegt. Wenn dann noch ein Schulbus unterwegs ist, wird es eng mit dem Ausweichen.

Da wir davon sprechen: Wie steht es um die jüngere Generation? Wie entwickelt sich Steina?

Wir haben ganz viele Kinder, vor allem viele kleine. Beim Dorffest gibt es auch eine Kindergruppe, die uns mit ihren Auftritt verblüfft hat. Wir sind dabei, einen Bolzplatz am Gemeindehaus zu errichten. Die Fläche haben uns schon ansässige Firmen plattgeschoben. Das hängt da auch immer ein bisschen an den Fördermitteln, wie es weitergeht, ob die Stadt Geld übrig hat.

Geht alles nur noch über Fördermittel?

Den Schuppen am Gemeindehaus haben wir selbst hergerichtet. Das Material hat die Stadt gestellt und die Männer haben dann einen Subbotnik-Einsatz gemacht.

Das klingt nach einem guten Zusammenhalt.

Wenn etwas zu tun ist, kommt immer jemand und hilft mit. Das merken wir auch bei unseren Festen, dass wir eine gute Gemeinschaft sind. Herzlichen Dank auch an die Helfer, die einfach so immer zu Stelle sind, wenn eine Hand gebraucht wird!

Gibt es schon einen Termin für das Sommerfest? Welche Veranstaltungen erwarten uns in Steina noch?

Ja, der 18.8.18! Was für ein Datum für unser zehntes Dorffest. Daneben gibt es auch wieder unser Adventsparty am Sonnabend vor dem ersten Advent. Der fällt in diesem Jahr auf den 1. Dezember. Außerdem finden immer am ersten Dienstag im Monat unsere Seniorentreffen statt. Das wollen wir fortführen, auch weil wir ein paar Neue hinzugewonnen haben.

Von Manuel Niemann

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