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Döbeln Ober- und Unterdorf für vier Monate getrennt
Region Döbeln Ober- und Unterdorf für vier Monate getrennt
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00:31 03.03.2018
Auch wenn die Bauarbeiten momentan aufgrund von starkem Frost ruhen müssen – die Baustelle ist für den Durchgangsverkehr geschlossen. Quelle: Sven Bartsch
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Gleisberg

Vergangene Woche ist mit den Vorbereitungen für den Ersatzneubau der kleinen Brücke über die Kreisstraße unterhalb des Feuerwehrdepots begonnen worden. Am Dienstagabend hatten Gleisbergs Einwohner die Möglichkeit, sich von Kreisverwaltung, Planungsbüro und ausführender Baufirma über Einzelheiten der rund 350 000 Euro teuren Maßnahme ins Bild setzen zu lassen; das Interesse hielt sich in Grenzen, obwohl es im Vorfeld viele Fragen gegeben hatte, wie Ortsvorsteher Bernd Handschack sich wunderte.

Warum die auf den ersten Blick kleine Brücken-Neubaumaßnahme vier Monate dauert, wurde nach den Ausführungen von Hartmut Schurig vom Leipziger Planungsbüro Sipro klar. Vor allem die Umverlegung der verschiedenen Medien um Baufreiheit zu schaffen nimmt viel Zeit in Anspruch.

Erster Akt bis zum vorläufigen Baustopp seit Montag aufgrund der extremen Temperaturen war der Umbau der Freileitung. Die wäre in ihrer bisherigen Form dem großen Kran im Weg gewesen, der für das Einsetzen der Brückenfertigbauteile zum Einsatz kommt. In Absprache mit der Mitnetz und den anliegenden Grundstückseigentümern wurde der Mast um drei Meter versetzt und die bisherige Freileitung durch Luftkabel ersetzt.

Für die Dauer der Baumaßnahmen umverlegt werden muss auch die Gasleitung, um die Versorgung der Einwohner aufrechterhalten zu können. Medien wie Telekom, Strom, Trinkwasser und Ortsbeleuchtung werden zukünftig in einem unterirdischen Bauwerk unter der Brücke verlegt. Das Brückenbauwerk an sich ist kein Hexenwerk und kann aufgrund des nicht zu großen Querschnittes mit Fertigbauteilen entstehen. Das verkürzt die Bauzeit. Die neue Brücke wird der alten stark ähneln. Der Querschnitt des reichlich 21 Meter langen Durchlasses wird beim neuen Brückenbauwerk vergrößert von bisher 1,05 auf 2,10 Quadratmeter. „Damit wird der geforderte Abfluss von 1,80 Kubikmetern pro Sekunde, das entspricht einem hundertjährigen Hochwasser, gewährleistet“, erklärt Andreas Wüstefeld, beim Landratsamt für die Maßnahme verantwortlich. Wie der Abflussquerschnitt gestaltet ist, gibt die Wasserbehörde vor – naturnah muss dieser sein, weshalb er eine Natursteinsohle bekommt. Um nicht im Wasser bauen zu müssen, wird dieses mit einem großen Stahlrohr um die Baustelle geleitet.

Abhängig von den Temperaturen werden die Arbeiten wieder aufgenommen. Aktuell bremst ein halber Meter Frosttiefe die Maßnahme aus. Etwa Mitte, Ende April sollen die Brückenteile eingesetzt werden. Die Baustelle bleibt trotz aktuellen Stillstandes geschlossen, das heißt, für den Verkehr ist die Straße nicht passierbar. Umleitungen sind ausgeschildert.

Von Manuela Engelmann

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