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Döbeln Obermarktcenter: Rossmann baut in Waldheim selbst
Region Döbeln Obermarktcenter: Rossmann baut in Waldheim selbst
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00:37 26.04.2018
Die Drogeriemarktkette Rossmann hat die Baulücke am Waldheimer Obermarkt gekauft und will noch im Frühling mit den Bauarbeiten beginnen. Quelle: Sven Bartsch
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Waldheim

Das Gelände, auf dem das Waldheimer Obermarktcenter entstehen sollte, hat erneut den Besitzer gewechselt. „Es wurde ein Kaufvertrag geschlossen zwischen dem Voreigentümer der Firmengruppe Krause und der Dirk Rossmann GmbH“, teilt Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) mit. Die Drogeriemarktkette plane nun kurzerhand selbst zu bauen.

Baubeginn im Frühling

„Baubeginn wird noch in diesem Jahr im März oder April sein“, so das Stadtoberhaupt. Die neue Filiale soll nach Informationen von Ernst eine Verkaufsfläche von 700 Quadratmetern bieten. Ziel ist es, den Markt Ende 2018 zu eröffnen. Bis dahin wird Rossmann vom bisherigen Standort am Obermarkt 40 an die neue Adresse ziehen. Zu den Hintergründen des Verkaufs wollte sich Harry Krause, Geschäftsführer der Firmengruppe aus Bayreuth, auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung nicht äußern. Auch Ernst hielt sich bedeckt. Eine entsprechende Anfrage zu den genauen Plänen der Drogeriemarktkette ließ das Unternehmen bis Redaktionsschluss unbeantwortet, stellte aber eine Reaktion in Aussicht.

Mit dem Vorhaben fallen zudem voraussichtlich die Pläne der Textilhandelskette NKD ins Wasser. Das Unternehmen mit einem Geschäft am Obermarkt 2 hatte eigentlich beabsichtigt, als Mieter in das Obermarktcenter einzuziehen.

Obermarktcenter seit mehr als zehn Jahren geplant

Damit sieht es vorerst so aus, als ob sich die scheinbar unendliche Geschichte der klaffenden Lücke am Obermarkt nun doch langsam dem Ende zuneigt. Die entsprechenden Pläne für ein Obermarktcenter gibt es bereits seit mehr als zehn Jahren. Doch der Weg war mit zahlreichen Hindernissen gespickt. Die Bauarbeiten sollten ursprünglich bereits im Juni 2008 beginnen. Doch das Vorhaben verzögerte sich aufgrund fehlender Unterschriften, der Insolvenz einer beteiligten Firma kam dazu und später waren neue Bauanträge notwendig, da sich die geplante Nutzung geändert hatte.

Eigentlich sollte die Lücke am Obermarkt mit einem Lebensmitteldiscounter gefüllt werden – das hatten sich viele Waldheimer gewünscht. Später waren eine Drogerie und ein Textilmarkt im Gespräch. Dafür beschloss der Technische Ausschuss schließlich eine entsprechende Nutzungsänderung.

Der letzte Starttermin des Bauvorhabens lag im April vergangenen Jahres. Doch es passierte nichts, ein statisches Problem schob der Sache den Riegel vor. Es gehe darum, Giebel angrenzender Häuser zu stabilisieren, hieß es damals von Steffen Ernst. Doch in der Baulücke bewegte sich ultimativ nichts. Noch im Monat zuvor suchten Archäologen auf dem Gelände im Rahmen einer baubegleitenden Untersuchung nach Bodendenkmalen – ohne Befund. „Wir haben zwei Schnitte reingelegt und festgestellt, dass der Bereich sehr stark gestört ist“, berichtete damals Dr. Christoph Heiermann, Leiter des sächsischen Landesamtes für Archäologie. Als möglicher Grund dafür wurde der Abriss des alten Amtsgerichts sowie zuvor geschehene Umbauten angegeben.

Von André Pitz

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