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Döbeln Offizieller Start in die Erdbeersaison
Region Döbeln Offizieller Start in die Erdbeersaison
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18:02 24.05.2018
Blütenkönigin Laura war beim Saisonstart dabei. Quelle: Axel Kaminski
Sornzig

Sie enthält wertvolle Mineralstoffe wie Mangan, Eisen, Kalzium und Magnesium. Mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt, Folsäure und Vitamin B stärkt sie das Immunsystem, beugt mit ihren Phenolsäuren Arteriosklerose, Infekten und Infarkten vor. Trotz ihrer Süße gilt sie wegen ihres Anteils von 90 Prozent Wasser als Schlankmacher: die Erdbeere.

Jene, die diese Vorzüge preist, muss es wissen. Blütenkönigin Laura I. zählte am Donnerstag bei der offiziellen Eröffnung der Erdbeersaison des Landesverbandes Sächsisches Obst im Kloster Sornzig im Südosten des Landkreises Nordsachsen die Eigenschaften der beliebten Frucht auf. Dazu kommt: Die Erdbeere ist lecker, egal ob frisch gepflückt und pur, oder auf dem Biskuitboden, in der Bowle, als Likör ...

Sächsische Obstbauern bauen in diesem Jahr auf 258 Hektar Erdbeeren an. Sie erwarten eine Erntemenge von 2750 Tonnen.

Anbaufläche wird geringer

Sachsens Obstbauern bereitet die Erdbeere jedoch nicht nur Freude. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anbaufläche um 13 Hektar – das sind immerhin fünf Prozent – geschrumpft. Als Ursache führt Gerd Kalbitz, Vorsitzender des Landesverbandes, insbesondere zwei Gründe an. So verschlechtere sich das Kosten-Erlös-Verhältnis unter anderem wegen der hohen Anforderungen durch den Markt und Regulierungen durch den Gesetzgeber. Dahinein spiele auch der Mindestlohn, der auch für die osteuropäischen Erntehelfer gezahlt werden müsse. Die anziehende Konjunktur in diesen Ländern führe dazu, dass sich immer schwerer Arbeitskräfte aus diesen Regionen gewinnen ließen. Dadurch wachse tendenziell die Fläche, auf der die Kundschaft selbst pflücken kann und muss. Sie mache inzwischen 62 Prozent der Erdbeeranbaufläche aus – zu Ungunsten der Erträge, die in den Einzelhandel kommen.

Höhere Erntemenge erwartet

Gerd Kalbitz erwartet in diesem Jahr auf den Flächen der zum Landesverband gehörenden 78 Erzeuger im Haupt- und Nebenerwerb eine Erntemenge von 2750 Tonnen. Dank der wesentlich günstigeren Witterungsbedingungen gegenüber dem Vorjahr ist das eine deutliche Steigerung der Erntemenge.

Die Sachsen haben 2017 im Schnitt 2,79 Kilogramm Erdbeeren verzehrt. Für Gerd Kalbitz gibt es einen guten Grund, warum das auch sächsische Früchte sein sollten: „Früh geerntet und am Nachmittag oder nächsten Tag im Regal – das geht nur mit einheimischen Früchten“. Im Gegensatz zu manch anderem Obst könne man Erdbeeren nicht nachreifen.

Thomas Arnold, Betriebsleiter der Klosterobst GmbH Sornzig, freute sich, Gastgeber der offiziellen Eröffnung der Erdbeersaison sein zu dürfen und stellte den Betrieb vor. Von den 242 Hektar, die das Unternehmen bewirtschaftet, werde lediglich auf zehn Erdbeeren angebaut. Im Ertrag stünden nur zwei Drittel davon. Auf den anderen Flächen werde zurzeit gepflanzt – für künftige Ernten. Während man 2018 mit einem Ertrag von 100 Tonnen Erdbeeren plane, seien es bei der Hauptfrucht der Klosterobst GmbH, dem Apfel, 6400 Tonnen.

Grußworte der Gäste

Die Gäste der Saisoneröffnung setzten in ihren Grußworten unterschiedliche Akzente. Der Landtagsabgeordnete Volkmar Winkler (SPD) verteidigte den Mindestlohn. Er betonte, dass Frische von Nähe komme und wünschte neben einer guten Ernte einen guten Absatz. Sein Kollege Andreas Heinz (CDU) äußerte seine Hochachtung vor dem „was hier trotz eines widrigen Umfeldes geleistet wird“. Den Obstbauern wünschte er das „richtige Wetter zur richtigen Zeit“. In seinem erfrischend kurzen Statement, in dem er jegliche Wiederholungen vermied, betonte Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wähler), dass Erdbeeren für ihn ein Genuss seien. Er wies auf die Obstland-Radroute hin, die derzeit entwickelt werde und die mehr Besucher ran ans frische Obst bringen soll.

Von Axel Kaminski

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