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Döbeln Ohne Fliesenleger keine Freibadsaison
Region Döbeln Ohne Fliesenleger keine Freibadsaison
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23:07 16.05.2013
Thomas Sparrer ☎ 03431/719522 Fax: 03431/719528 Mail: th.sparrer@lvz.de www.doebelner-allgemeine.de

Im Akkord arbeiten die Handwerker nämlich gerade im Inneren des Döbelner Stadtbades an den Duschen und Sanitärräumen für Damen und Herren. Die wurden jetzt im Zuge des Badumbaus gleich mit erneuert. Denn bei der Jahrhundertflut vor elf Jahren stand das Wasser in dem damals gerade frisch sanierten Bad. Hinter den Fliesen hat es Trockenbauwände angegriffen. Zudem war das Warmbecken unmittelbar über den Damenduschen undicht und sorgte so für Schäden, die jetzt behoben wurden. "Bei der intensiven Nutzung unseres Bades kann ich ihnen prophezeien, dass wir die Sanitäranlagen und Duschen aller zehn Jahre erneuern müssen", kündigte Reinhard Zerge gestern an. Der Geschäftsführer der stadteigenen Wirtschaftsbetriebe GmbH und der Stadtwerke Döbeln, die das Bad besitzen beziehungsweise betreiben, führte gestern Abend die Stadträte des Hauptausschusses durchs Bad. Sie wollten sich anschauen, wie es beim Einbau des neuen Lehrschwimmbeckens im Stadtbad vorangeht.

Das neue Becken ist fertig. In der vergangenen Woche, vor dem Männertag, musste es einer ersten Dichtheitsprüfung standhalten. Doch dabei kam es zur bisher einzigen kleinen Panne bei der 1,6 Millionen Euro schweren Großinvestition: An einer Stelle lief Wasser aus. "Hier wird jetzt nachgearbeitet. Wir sind aber sehr froh, dass bisher alles so glatt lief. Eine Panne darf es geben. Wir liegen ansonsten sehr gut im Zeitplan und vor allem im Kostenrahmen", informierte Reinhard Zerge die Stadträte.

1,6 Millionen Euro wird der Umbau des Stadtbades kosten. Die Stadt stellte eine Million Euro für den Bau als Kredit für die Investition aus dem Stadtsäckel bereit. Den Rest der Summe bringen die Döbelner Wirtschaftsbetriebe selbst auf. Zudem bekommt die Stadt Döbeln ihren Kredit über eine Laufzeit von fünf Jahren mit vier Prozent verzinst wieder zurückgezahlt.

Das neue Lehrschwimmbecken ist 16 Meter lang, 6,5 Meter breit und mit Edelstahl ausgekleidet. Die Tiefe liegt zwischen 80 Zentimeter im Bereich der künftigen Rutsche und 1,30 Meter im hinteren Teil des Beckens. An dieser Seite hat das Becken fünf Sprudelliegen. Die Wassertemperatur wird 32 bis 34 Grad betragen. Wer noch wärmere Wassertemperaturen möchte, kann das durch eine Wand räumlich abgetrennte Warmbecken mit 36 Grad nutzen. Es ist deutlich größer als das frühere Warmbecken.

An den Wänden wurden geflieste und beheizte Wärmebänke errichtet. Sabine Wachs, Porzellankünstlerin aus Mochau, verzierte diese Bänke noch mit kindgerechten Tiermotiven.

"Mit der familiengerechteren Gestaltung des Stadtbades wollen wir die Besucherzahlen und die Verweildauer im Bad steigern", erhofft sich Reinhard Zerge. Über einen Eröffnungstermin des neugestalteten Hallenbades wollen sich Stadtwerke, Badleitung und Stadträte verständigen, sobald ab Juli alle Abnahmen gelaufen sind.

Allein 250 000 Euro kostet die Wassertechnik unter dem neuen Becken. Die Lüftungsanlage schlägt mit 100 000 Euro zu Buche, das Edelstahlbecken selbst mit knapp 300 000 Euro.

Im Moment hat das Bad geschlossen. Nur therapeutisches, Schul-, Vereins- und Sauna-Schwimmen sind möglich. Die Sauna hat geöffnet.

Thomas Sparrer

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