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Döbeln Online-Buchausleihe zieht in Leisnigs Bibo
Region Döbeln Online-Buchausleihe zieht in Leisnigs Bibo
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17:34 20.01.2016
Kurz reingeschaut und in Büchern gestöbert: Leisniger Wirbelwind-Kinder beim Abstecher in die Leisniger Stadtbibliothek. Quelle: Kerstin Otto
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Leisnig

In diesem Jahr zieht in der Leisniger Stadtbibliothek das Plastik-Karten Zeitalter an. Es gibt neue Besucherausweise. Sie lösen die Pappkarten in der Plastikhülle ab. Diese sind ein Relikt aus dem vergangenen Jahrtausend, und in ihrem Format relativ unhandlich. „Die neuen passen in jedes Scheckkartenfach im Portemonnaie und haben ein farbenfrohes Design“, sagt Bibliotheksleiterin Kerstin Otto. Ab Februar werden die neuen Karten an die Benutzer ausgegeben.

Die jüngste Neuerung und auch Herausforderung in Sachen modernes Lesen wurde im vergangenen Jahr eingeführt und kam bei den Nutzen gut an: Seit Mai 2015 ist die Leisniger Stadtbibliothek in den Online-Ausleihe-Verbund Onleihe eingebunden. Wer über elektronische Medien wie E-Book-Reader oder Tablet lesen möchte, kann aus dem rund 2200 Medien umfassenden Onleihe-Bestand wählen. In den Verbund sind 21 Bibliotheken eingebunden. Nicht allein Belletristik, sondern auch spezielle Fachliteratur ist darüber zugänglich.

Im Anfangsjahr der Einführung wurden 352 E-Books in der Leisniger Stadtbibliothek ausgeliehen, was die Leiterin als einen guten Anfang wertet. Sie habe festgestellt, das die E-Books bei den meisten Nutzern, die darauf zurück greifen, nicht den Lesestoff auf Papierseiten zwischen Bachdeckeln zu verdrängen vermochte: „Die meisten E-Book-Ausleiher holen sich parallel dazu weiterhin richtige Bücher. Das E-Book wird unter anderem als Alternative für den Urlaub genutzt. Sie habe aber auch Einzelfälle kennen gelernt, in denen das elektronische Buch absoluten Vorrang bekommen hat. „Ich erkenne das daran, dass ich bestimmte Nutzer nur noch einmal im Jahr in der Bücherei sehe – wenn sie ihren Jahresbeitrag bezahlen.“ In einem Fall sei jemand erst Bibliotheksmitglied geworden unter der Voraussetzung, dass es dort elektronische Bücher auszuleihen gibt. „Ich freue mich jedenfalls, dass das Angebot bei uns gut angenommen wird“, so Kerstin Otto.

Die Leisniger Besucherzahlen bleiben im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr mit rund 11500 Besuchern konstant. Der Bestand sei ein wenig gesunken, was an einer der regelmäßigen Aussonderungsaktionen liegt. Zu den rund 16500 Exemplaren im Medienbestand, bestehend unter anderem aus Büchern, Zeitschriften, CDs, DVDs, Spielen, sind die 2200 nun über die Onleihe zur Verfügung stehenden Medien im Grunde dazu zu rechnen.

Der Kinderbuchbereich wurde zuletzt um einige, zerlesenen Exemplare bereinigt – im Grunde ein gutes Zeichen, so Kerstin Otto, denn es zeuge davon, dass die Kinder die Bücher auch ausleihen. Es werde auf jeden im Laufe des Jahres wieder aufgestockt. Zum einen unterstütze die Stadtverwaltung, letztlich der Stadtrat, die Bibliothek als öffentliche Einrichtung, die allen Altersgruppen Lesestoff zum Ausleihen und so manche Veranstaltung bietet – von der Autorenlesung über Reiseberichte bis hin zu Veranstaltungen der Leserförderung, beginnend im Kindergartenalter.

Bei der Auffrischung des Buchbestandes setzen die Bücherei-Mitarbeiter unter anderem auf die Charlotte-Weiß-Stiftung. Aus den 400 Euro, die im vergangenen Jahr aus Stiftungsmitteln an die Bibliothek flossen, vergrößerte die Bücherei den Bestand aus der Kinderbuchreihe „Meine große Tierbibliothek“ und vervollständigte zudem die Kinder-Sachbuch-Reihe „Was ist was?“ Diese sei in Leisnig mittlerweile komplett und erfreue sich bei Kindern großer Beliebtheit.

Eine nicht zu unterschätzende Menge an Büchern, die neu in die Regale der Leisniger Stadtbücherei wandern, kämen aus so genannten Bücherspenden. „Manche Leser bringen eine ganze Kiste eigener Bücher mit dem Hinweis, sie würden beispielsweise Romane ohnehin nur einmal lesen, und danach seien sie in der Bücherei gut aufgehoben.“ Menschen, die gern lesen, werfen Bücher nicht weg. „Die Exemplare sind nahezu neuwertig, gut erhalten und tun bei uns noch gute Dienste. Es ist uns eine willkommene Art der Bestandserweiterung.“

Von Steffi Robak

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