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Döbeln Orgel bekommt eigenes Musikstück vom Frauenkirchen-Kantor
Region Döbeln Orgel bekommt eigenes Musikstück vom Frauenkirchen-Kantor
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18:04 07.11.2018
Möglichst viel Aufmerksamkeit für die Polditzer Ladegast-Orgel, wie hier bei einem Besuch von Kindereinrichtungen und Schulen aus der Umgebung, wünscht sich Peter Fritzsch zum 150. Jahrestag der Orgelweihe. Quelle: Sven Bartsch
Polditz

Es soll ein Fest werden: Die Weihe der Polditzer Orgel, erbaut von Friedrich Ladegast, jährt sich im November zum 150. Mal. Kirchvorstand und Orgelverein laden für Donnerstag, 29. November, zu einer besonderen Andacht ein. Große Besonderheit des Abends: Frauenkirchen-Organist Samuel Kummer wird nicht nur die Orgel in all ihren Klangfarben vorstellen, sondern zudem eine Improvisation „Mit der Polditzer Ladegastorgel durch das Kirchenjahr“ spielen.

Genau auf dieses Instrument abgestimmt

Nach den Worten von Peter Fritzsch vom Kirchvorstand und Orgelverein soll diese Improvisation danach in Noten gesetzt werden. „Damit entsteht ein ganz individuelles, auf genau unsere Orgel abgestimmtes Werk, und das aus einem so wunderbaren Anlass. Ich freue mich schon sehr darauf“, so Fritzsch.

Fest für alle Dorfbewohner

Er wünscht sich, dass der Abend ein Gemeindefest wird, zu dem möglichst viele Dorfbewohner in die Kirche kommen. Ähnlich wie bereits aus Anlass des 200. Geburtstag des Orgelbauers Friedrich Ladegast im August soll es eine sehr facettenreiche Veranstaltung werden, einschließlich einer Pause für einen Imbiss.

Bewegte jüngste Jahrzehnte

Die Geschichte der Polditzer Orgel war vor allem in den vergangenen Jahrzehnten eine sehr bewegte. In der DDR sollte das gesamte Gotteshaus aufgegeben werden. Es ist den Polditzern um ihren damaligen Pfarrer Gunter Odrich zu verdanken, dass es überhaupt noch steht und der Orgel von Friedrich Ladegast eine Heimstatt sein kann, die mit ihrer Akustik bereits Musiker und im Speziellen Organisten der ganzen Welt beeindruckt hat.

Kirchenbücher für Details studiert

Über die Geschichte der Orgel werden am 29. November weitere Details an Licht gebracht. Dafür sorgt mit Klaus Gernhardt ein ausgesprochener Spezialist in Sachen Orgeln. Der Bad Lausicker Orgelbauer und Restaurator historischer Instrumente studierte die Kirchenbücher von Polditz, verfolgte zudem den Briefwechsel zwischen den Vertretern der Kirchgemeinde und Friedrich Ladegast, bevor dieser den Auftrag für den Orgelbau erteilt bekam.

Fachleute eingeladen

Gerhardt gibt Einblick in die Polditzer Orgelgeschichte, von den 1860er Jahren bis in die Zeit der 1980er Jahre, als das Schicksal der Kirche und damit der dortigen Orgel besiegelt zu sein schien. Es schließt sich ein Bericht des Orgelbauers Christian Scheffler an. Seine Werkstatt hatte die grundhafte Orgelsanierung in den Jahren 1994/95 in Regie. Zuletzt hatte Scheffler die Orgel in diesem Sommer vor dem Konzert aus Anlass von Ladegasts 200. Geburtstag noch einmal durchgeschaut.

Nächstes Konzert: Güttler im Dezember

Am 29. November beginnt das Konzert um 18.30 Uhr. Ein weiteres Konzertereignis wirft seine Schatten voraus: Am 29. Dezember spielt das Blechbläserensemble Ludwig Güttler ab 17 Uhr zur ersten Polditzer Bläserweihnacht das Programm „Sonnenstrahl in der Finsternis“. Kartenbestellungen mit Nummerierung für die 500 Zuhörern Platz bietende Kirche sind unter der Mailadresse polditzerorgelverein@gmx.de möglich. Laut Fritzsch sind rund 200 Eintrittskarten bereit verkauft.

Von Steffi Robak

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