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Döbeln Orland auch nach 65. Geburtstag Pfarrer der katholischen Gemeinde in Döbeln
Region Döbeln Orland auch nach 65. Geburtstag Pfarrer der katholischen Gemeinde in Döbeln
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23:24 24.07.2013
Obwohl er heute das gesetzliche Rentenalter erreicht hat, bleibt Pfarrer Klaus Orland seinen "Schäfchen" treu und will die katholische Pfarrei "St. Johannes" Döbeln weiter leiten, solange, wie es seine Gesundheit zulässt. Quelle: Gerhard Dörner

"Macht bloß keinen Zirkus", sagt Pfarrer Klaus Orland. Und meint damit übertriebenen Aufwand zu seinem heutigen Geburtstag. Die DAZ hörte das gestern und einige Gemeindemitglieder dürften das in ähnlicher Weise auch gehört haben. Denn eigentlich wollte Pfarrer Orland heute kein großes Gewese um seine Person. Ein bisschen davon muss aber sein. Und so feiern die katholischen Christen und weitere Gäste mit ihrem Pfarrer. Und es steht eben auch dieser Bericht in der Zeitung.

Pfarrer Orland leitet die Pfarrei "St. Johannes" seit vier Jahren. Und er wird es auch weiter tun. "Als ich scherzhaft zu einem Gemeindemitglied sagte, ich habe die Rente beantragt, war der Schrecken groß. ,Sie sind wohl verrückt', war die Antwort", sagt Klaus Orland. Es war ein Scherz. Denn an den Ruhestand denkt der 65Jährige nicht. "Open End", sagt er über den Fortgang seiner beruflichen Zukunft und schränkt ein: "Solange es die Gesundheit zulässt." In diesem Punkt plagt er sich derzeit mit einem verminderten Hörvermögen des linken Ohres und den damit einhergehenden Problemen. "Ich will aber nicht klagen. Man muss sich eben darauf einstellen", sagt Pfarrer Orland.

Der "Orland'sche Beutel" wird den Kirchgängern zwischen Westewitz und Gleisberg sowie zwischen Ostrau und Etzdorf also erhalten bleiben. Über dieses Gebiet erstreckt sich die katholische Gemeinde. Der "Orland'sche Beutel" verdankt seinen Namen einem mittlerweile mit seiner Familie in München lebenden Mann aus der Gemeinde. Der Pfarrer brachte nämlich zur Taufe der damals neunjährigen Tochter der Familie einen schwarz-rot-goldenen Beutel mit, in dem er diverse Gegenstände transportierte, anhand derer er den Kindern religiöse Zusammenhänge erläuterte. Zum Beispiel die Taschenlampe, die das Licht symbolisierte. Zur Erstkommunion des Mädchens ein Jahr später trat der "Orland'sche Beutel" erneut in Erscheinung.

Gewissermaßen in einem Beutel im metaphorischen Sinn griff Pfarrer Orland, um hochwassergeschädigten Döbelnern zu helfen. Er koordinierte, wie die Spenden zu verteilen sind, die bei der Kirche eingingen. "Wir haben keinen Unterschied gemacht, ob evangelisch oder katholisch", sagt Pfarrer Orland. Unter dem Spendengeld war auch ein fünfstelliger Betrag aus Meißen, dem Sitz des Bistums, zu dem die Döbelner Pfarrei gehört. Das Geld ist verteilt aber ein Bau-Trockner ist geblieben. "Als Reserve", wie der Pfarrer sagt. Falls in einem Hochwasserhaus die eine oder andere Wand doch noch nicht so trocken ist, wie sie sein sollte.

Neben Geld bekam Klaus Orland auch einen Brief aus Meißen. Mit Glückwünschen zum nahendem Geburtstag vom Bischoff des Bistums Dresden-Meißen, Dr. Heiner Koch. Pfarrer Orland hat ihn als offenen Gesprächspartner kennengelernt, der zuhören kann. In seiner bisher kurzen Amtszeit hat der neue Bischoff und Nachfolger von Joachim Reinelt bereits alle Dekanate des Bistums bereist. "Er möchte sicher Strukturveränderungen bringen. Wir werden mal sehen, wie es im Herbst wird", sagt der Döbelner Pfarrer Orland.

Vor dem Herbst kommt der August und gegen Ende dieses Monats reisen die katholischen Christen der Pfarrei mit ihrem Pfarrer in dessen Heimat in der niederschlesischen Oberlausitz. Ostritz heißt die Gemeinde zwischen Görlitz und Zittau und zu ihr gehört auch das älteste durchgehende Frauenkloster Marienthal. Natürlich steht das auf dem Programm der Besichtigungstour. Der Wunsch, dorthin zu fahren, kam aus der Gemeinde. "Die Leute wollten unbedingt dorthin", sagt Klaus Orland.

Dirk Wurzel

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