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Oskar und Traudel neu besetzt

Oskar und Traudel neu besetzt

"Unsere Maskottchen werden immer von Viertklässlern besetzt. Mittlerweile befinden wir uns in der dritten Generation", verrät Ingrid Przewloka. Die Leiterin der Ostrauer Grundschule ergänzt: "Die Kinder vertreten unser Schule repräsentativ bei Veranstaltungen oder Festen der Gemeinde.

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Generationswechsel in Ostrau: Die neuen Schulmaskottchen Oskar und Traudel heißen Johannes Berger und Jessy Seifert (vorn). Die "alten Hasen" dahinter: Elias Hesse und Celine Wundrak.

Quelle: Grundschule Ostrau

" Dafür bekommen sie spezielle vom Ostrauer Kinderförderverein gesponserte T-Shirts. Die dürfen die Maskottchen nach Ende ihres "Dienst-Jahres" behalten. Auf den hellblauen Shirts stehen - mit eindeutigem Ortsbezug - die Namen "OSkar" und "TRAUdel".

 

"Mein T-Shirt ist zu groß für mich", schmunzelt Jessy Seifert, die heute letztmalig zu den Drittklässlern zählt und zur neuen "Traudel" gewählt wurde. Danach freute sich die Neunjährige sehr: "Meine Lehrerin meinte, dass ich Traudel werden könnte. Meine Eltern und meine Freundin freuen sich riesig mit mir, nur ein paar Mädchen aus der Klasse nicht so, weil sie es selbst gern geworden wären." Geneckt wird das neue Ostrauer Schul-maskottchen seitdem auch von ihrer Tante. Die, so Jessy, jetzt immer im Spaß "Traudel" zu ihr sage.

 

"Ich stelle mir vor, dass ich dann auch den Bürgermeister kennenlerne und irgendwie viel helfen werde", so die Schülerin über ihre Aufgaben im kommenden Schuljahr. Was ihre allererster Auftritt sein wird, weiß sie aber noch nicht. "Ein bissel Schiss" habe sie schon, deswegen sei es besonders schön, dass Freund Johannes Berger ausgerechnet zum "Oskar" ernannt wurde. Beide trainieren gemeinsam Aikido im Budo-Center-Ostrau. Da Johannes aber schon im Urlaub war, meisterte die kleine Ostrauer Sportskanone das Gespräch mit der DAZ trotzdem souverän. Vielleicht, weil die "alten Hasen" Celine Wundrak und Elias Hesse mit von der Partie waren. Die Viertklässler gaben ihren Posten irgendwie nur ungern ab: "Der Wechsel war schon ein bewegender Moment. Und: Uns wird etwas fehlen. Wir sind echt traurig, dass es aufhört", sagen die beiden Zehnjährigen übereinstimmend. Matheprofi Elias will sein Oskar-T-Shirt sogar ab und an tragen: "Der Posten hat wirklich Spaß gemacht. Ich wurde dafür manchmal vom Unterricht befreit, aber nur, wenn wir keine Arbeiten geschrieben haben oder sonst etwas wichtiges war." Dabei habe der Nachwuchs-Keyboarder auch schon die Baustelle der neuen Grundschule besuchen dürfen. Im nächsten Schuljahr geht es für ihn am Gymnasium in Döbeln weiter.

 

Celine aus Zschochau wagt einen ähnlichen Rückblick auf ihre "Traudel-Zeit": "Mein spannendstes Erlebnis war der Besuch des Bürgermeisters anlässlich seines Geburtstages, wegen der vielen berühmten Personen." Aber sonst, seien die Aufgaben recht einfach zu meistern gewesen: "Da war nicht wirklich etwas schwieriges dabei." Celine, die ihre Stärken in Deutsch und Musik sieht, wird ab dem kommenden Schuljahr in der Mittelschule Anne-Frank in Stauchitz lernen. Für sie war die Ernennung zur "Traudel" vor einem Jahr keine wirkliche Überraschung: "Ich habe das irgendwie geahnt. Wir haben im Vorfeld in der Klasse über die Wahl und Voraussetzungen für das Maskottchen-sein gesprochen..."

 

Ja, welche Voraussetzungen soll ein Kind für die Rolle von Traudel oder Oskar denn eigentlich mitbringen? Die Klassenlehrerin der neuen Schul-maskottchen Doreen Kowalewicz erklärt dazu: "An der Wandtafel trugen die Schüler folgende Eigenschaften zusammen: Gesprächsbereit und nett zu den Leuten sein, immer lächeln. Im Prinzip waren sie sich einig - es könne doch jeder von ihnen werden."

Natasha Allner

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