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Osterspaziergang auf Zschaitzer Steg in Aussicht

Vorerst keine Straßensperrung Osterspaziergang auf Zschaitzer Steg in Aussicht

Mehr als dreieinhalb Jahre hat es gedauert, doch seit vergangenen Mittwoch rollen trotz Schnee und Kälte die Bagger am so genannten Steg in Zschaitz

Alte Mauer raus, stabile L-Elemente rein: Am Sandbach in Zschaitz wird derzeit Stück für Stück die neue Abstützung eingebaut. Zu Ostern soll alles fertig sein.

Quelle: Sven Bartsch

Zschaitz. Mehr als dreieinhalb Jahre hat es gedauert, doch seit vergangenen Mittwoch rollen trotz Schnee und Kälte die Bagger am so genannten Steg in Zschaitz. „Am Dienstag wurde die Baustelle eingerichtet, seit Mittwoch wird gearbeitet und wir hoffen, dass es wettertechnisch geht“, sagte Bürgermeister Immo Barkawitz (Freie Wähler) der DAZ.

Der nur rund 30 Meter lange Verbindungsweg zwischen der Kreisstraße durch den Ort und dem Spielplatz ist für viele Anwohner eine wichtiger Ader entlang des Sandbachs im Dorf. Durch das Hochwasser im Juni 2013 wurde die angrenzende und sehr betagte Stützmauer so stark beschädigt, dass der Fußweg seither gesperrt bleiben musste. 131 000 Euro fließen nun in dessen Sanierung, die zu 100 Prozent aus dem Fördertopf für die Flutschadenbeseitigung kommen. Die Gemeinde zahlt zwar nichts, musste aber wegen Angeboten, die zwei Mal weit über den Kostenschätzungen lagen, lange auf den Baustart warten. Zuletzt wurde der im vergangenen Herbst verschoben.

Nun wird fleißig gewerkelt. Im ersten Schritt wird die alte Mauer nun abgerissen, um Platz für eine neue zu schaffen. Damit diese stabiler steht und einem künftigen Hochwasser besser standhalten kann, wird geklotzt, statt gekleckert. „Es ist ein größerer Eingriff notwendig. Das Einsetzen der neuen L-Elemente für die Mauer ist ein großer Aufwand“, erklärt Barkawitz die tiefschürfenden Bauarbeiten.

Entstehen soll letztlich eine zweckmäßige, dafür aber wohl nicht mehr ganz so ansehnliche Stützwand, grau und ohne Dekor, ähnlich wie die Friedhofsstützmauer an der Kreisstraße in Kiebitz, was allerdings weniger schlimm ist, weil sie zum Großteil im Boden versenkt wird. Weil auch Grundstückseinfriedungen und Zäune anliegender Nachbarn beim Abriss der alten Mauer in Mitleidenschaft gezogen werden, werden diese im Rahmen der Sanierung komplett erneuert. „Die Anwohner sollen durch den Bau am Ende keine Nachteile haben“, sagt Barkawitz.

Derzeit leiden sie höchstens unter dem Baulärm vor der Haustür. Der Straßenverkehr dagegen bleibt zunächst uneingeschränkt. „Erst wenn die Arbeiter vorne an der Kreisstraße herauskommen, wird es Verkehrsbehinderungen geben“, erklärt der Bürgermeister. Voraussichtlich muss die an die Baustelle angrenzende Fahrspur auf einem kurzen Stück gesperrt werden. Wann das genau geschieht und ob es womöglich eine Baustellenampel geben muss, darüber wird die Gemeinde rechtzeitig informieren.

Macht der Winter den Bauleuten von der ausführenden LFT Straßen- und Tiefbau aus Ostrau keinen Strich durch die Rechnung, soll bis Ostern alles fertig sein. Der Ostersonntag fällt in diesem Jahr auf den 16. April. Ein Osterspaziergang über den Zschaitzer Steg bei Sonnenschein ist also gar nicht einmal unwahrscheinlich.

Von Sebastian Fink

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