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Döbeln Ostrau: Neue Zufahrt für Kiesgrube geplant
Region Döbeln Ostrau: Neue Zufahrt für Kiesgrube geplant
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23:00 03.12.2012
In der Kiesgrube Kiebitz wird seit 2000 Sand abgebaut. Geschäftsführer Bernd Liefold würde das Fördergebiet von derzeit etwa einem Hektar gern erweitern. Um dieses Gebiet mit einer Zufahrt zu erschließen, kauft die Zschaitzer Sand- und Kiesgruben GmbH von der Gemeinde Ostrau ein Grundstück in der Gemarkung Schlagwitz ab. Quelle: W. Sens
Schlagwitz/Ostrau

Das Flurstück 30, dessen Verkauf der Gemeinderat Ostrau kürzlich zugestimmt hat, liegt auf Schlagwitzer Flur. "Vor Jahrzehnten", sagt Bernd Liefold, soll dort einmal Sand abgebaut worden sein. Doch daran ist der Geschäftsführer der Gesellschaft Zschaitzer Sand- und Kiesgruben nicht interessiert. Er wolle das Land vielmehr für die Erschließung seiner Kiesgrube in Kiebitz nutzen.

Dort wird derzeit auf einer etwa einen Hektar großen Fläche Sand und Kies abgebaut. Für insgesamt 24 Hektar hat Liefold nach eigenen Angaben Mitte der 90er Jahre von der Treuhand das sogenannte Bergwerkseigentum erworben. "Das ist im Grundbuchamt von Freiberg eingetragen." Dies erlaube ihm, auf dieser Fläche Sand und Kies abzubauen. Doch nicht überall sei dies aufgrund von Biotopen und Altlasten möglich. In Kiebitz aber schon. Deshalb soll das etwa einen Hektar große Abbaugebiet erweitert werden. "Allerdings nur in dem Maß, wie tatsächlich Sand und Kies gebraucht werden", sagt der Geschäftsführer.

Um das künftige Fördergebiet erreichen zu können, soll das Land, das er der Gemeinde Ostrau jetzt abkauft, dafür verwendet werden, eine Straße zu bauen. Dafür müsse unter anderem der Betriebsplan geändert werden. Mit einem Bau sei demnach frühestens 2014 zu rechnen.

Knapp ein Hektar des Flurstückes ist Ackerland, das die Gesellschaft Gadewitzer Feldfrucht gepachtet hat. Laut Beschluss des Gemeinderates muss der Käufer den Pachtvertrag übernehmen. "Das Land geht wahrscheinlich trotzdem weg, wenn der Vertrag endet", sagte Feldfrucht-Geschäftsführer Helmut Morstein gestern. Wann das ist, konnte er nicht sagen. Von dem Flächenverkauf habe er nichts gewusst. Er werde sich die Angelegenheit jetzt erst einmal anschauen müssen.

Hans-Jürgen Ritschel, der ebenfalls ein Angebot für das Flurstück 30 abgegeben hatte, nimmt den Zuschlag für den Kiesgruben-Betreiber sportlich. Der Ortsvorsteher von Noschkowitz wollte aus dem Gelände eine Art Freiluftmuseum machen. Wie er sagt, seien in der einstigen Sandgrube, die mittlerweile völlig zugewachsen ist, noch alte Betonfundamente und Fördertechnik zu sehen. In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein hätte er dies gern für Interessierte gesichert und begehbar gemacht. Doch die Idee ist noch nicht gestorben, sagt er der DAZ. Vielleicht lasse Bernd Liefold mit sich reden. Wenn er die alte Grube nicht brauche, könnte man vielleicht doch ein Museum draus machen.

Die Gesellschaft Zschaitzer Sand- und Kiesgruben mit Sitz in Döbeln wurde 1991 gegründet. Mittlerweile betreibt das Unternehmen unter der Leitung von Geschäftsführer Bernd Liefold drei Kiesgruben im Altkreis Döbeln: in Salbitz (seit 1991), in Zschaitz (seit 1993) und in Kiebitz (seit 2000). Die Zschaitzer Grube ist das größte der drei Abbaugebiete.

Angeboten werden Sande, Kiese, Brechkorngemische, Kulturboden und Lößlehm. Parallel hat die Firma Recyclingplätze errichtet, auf denen Erdaushub und Bauschutt verwertet werden.

In der Kiesgrube Zschaitz errichtet das Unternehmen nächstes Jahr für 350 000 Euro ein stabileres Firmengebäude.

Sandra Czabania

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