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Döbeln Ostrau geht gegen Hundegnadenhofbetreiber vor
Region Döbeln Ostrau geht gegen Hundegnadenhofbetreiber vor
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00:33 04.03.2018
In Delmschütz existiert noch ein Gnadenhof für Hunde. Quelle: Sven Bartsch
Delmschütz

Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) reagiert meist schnell ungehalten, wenn es um Christiaan Danhoff und seine Aktivitäten in der Hundehaltung geht. „Er führt die Behörden an der Nase herum“, sagt Schilling und meint damit sowohl den beendeten illegalen Betrieb des Hundegnadenhofs in Jahna als auch die neuesten Vorgänge auf einem Hof in Delmschütz an (die DAZ berichtete).

Die Kommune vermutet, dass Danhoff hier erneut einen Hundegnadenhof betreiben möchte. Dies hatte er gegenüber des Landratsamtes verneint, stattdessen eine private Hundehaltung mit bis zu zehn Tieren angekündigt. An dieser Version hat die Gemeinde allerdings erhebliche Zweifel und deshalb den Landkreis aktiviert. „Das Landratsamt hat die Aussage der Besitzer des Hofes, dass kein Hundegnadenhof angemeldet werden soll, so hingenommen. Dadurch werden weder das Bau- noch das Gewerbeamt tätig. Daher kommt unser Part, das Amt darauf aufmerksam zu machen“, sagt Schilling.

Am vorletzten Montag waren Vertreter des Ostrauer Ordnungsamtes und des Veterinäramtes des Landkreises vor Ort. Elf Hunde fanden sie vor. Diese stimmten nicht mit denen auf einer Ende Januar dem Veterinäramt vorgelegten Liste überein. Zudem habe Danhoff selbst von umfangreichen Bautätigkeiten auf dem Gelände gesprochen, um es für die Hundehaltung zu ertüchtigen. Zwei Mitarbeiter, wie er sie selbst genannt haben soll, sollen auf dem Gelände einziehen.

Dies rührt in Ostrau den Verdacht, dass ein verkappter Gnadenhof installiert werden soll. Dirk Schilling hat den Sachverhalt mit Hinweis auf die laufende Anzeige gegen Danhoff wegen Vergehen gegen den Tierschutz per E-Mail und Brief beim Landratsamt hinterlegt und hofft nun auf eine Reaktion aus Freiberg. „Ich verlange eine Prüfung und Untersagung eines solchen Betriebs“, fordert Schilling. Setzt sich beim Landratsamt allerdings die Auffassung durch, dass der Hof rein privat genutzt wird und jeder Anwohner drei bis vier Hunde legal halten darf, sei dies nicht so leicht anfechtbar, erklärt der Bürgermeister weiter. Es müsste dann nachgewiesen werden, dass ständig andere Hunde auf dem Grundstück gehalten werden, was auf eine unerlaubte gewerbliche Nutzung schließen ließe.

Von Sebastian Fink

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