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Döbeln Ostrau hält Elternbeiträge (noch) stabil
Region Döbeln Ostrau hält Elternbeiträge (noch) stabil
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23:00 04.07.2017
Der Spaß in Ostraus Kitas könnte 2018 für die Eltern teurer werden. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
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Ostrau

Es war eine positive Meldung, die die Ostrauer Kämmerin Ulrike Brückner während der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause verkünden konnte: „Ostrau muss die Elternbeiträge für die Kindereinrichtungen in diesem Jahr nicht zwingend erhöhen“, erklärte sie bei der Vorstellung der Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2016. Zwar seien die Personalkosten gestiegen, doch gelte dies auch für die Zahl der angemeldeten Kinder.

Bei den Gebühren für Krippe, Kindergarten und Hort, die sich das Land Sachsen, die Kommune und die Eltern teilen, ist gesetzlich genau vorgeschrieben wie viel oder wenig die Eltern maximal dazugeben müssen. Beim mit Abstand preisintensivsten Beitrag für die Krippe bewegt sich der Anteil in einem Spielraum zwischen 20 und 23 Prozent der Gesamtkosten. Mit derzeit 179 Euro im Monat liegt die Gemeinde Ostrau bei knapp 21 Prozent noch unter dem erlaubten Durchschnittswert.

Noch besser sieht es bei Kindergarten und Hort aus. Hier darf die Kommune Beiträge in Höhe von 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten festlegen. 99 Euro kostet der Kindergartenplatz, 55 Euro der Hort mit sechs Stunden Betreuungszeit. Beides entspricht jeweils knapp 24 Prozent der Kosten. Damit ist noch Luft nach oben. Die letzte Erhöhung hatte es in Ostrau vor zwei Jahren gegeben. Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) zeigte sich dennoch besorgt über die Entwicklung. „Es ist traurig, dass die Beiträge so explodiert sind. Es gibt Gemeinden, wo die Beiträge bei über 200 Euro liegen. Wir haben lange versucht, den Beitrag nicht höher als das Kindergeld steigen zu lassen, aber das ist bald nicht mehr möglich“, sagte er. Die Einrichtungen in Ostrau versuchten zudem alles, um die Kosten niedrig zu halten, beispielsweise durch kluge Personalplanung, zeitliche Absprachen mit den Eltern, um keine unnötigen Öffnungszeiten zu haben und Energieeinsparungen.

Trotz allem könnte 2018 die nächste Erhöhung auf die Eltern zukommen. „Im nächsten Jahr sinkt der Personalschlüssel auf fünf Kinder pro Erzieherin. Dann kann uns die Erhöhung vielleicht ereilen“, stellte Ulrike Brückner klar. Die weiterhin positive Tendenz der Anmeldungen durch geburtenstärkere Jahrgänge und Zuzüge von Familien in die Ortsteile könnten die Mehrkosten für eine zusätzliche Erzieherin dann wahrscheinlich nicht mehr auffangen. Dafür würde sich die Qualität der Betreuung für die Kinder erhöhen und die Belastung der Fachkräfte in den Kindereinrichtungen in Ostrau und Kiebitz verringern.

Von Sebastian Fink

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