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Döbeln Ostrau lässt Verwaltung sanieren
Region Döbeln Ostrau lässt Verwaltung sanieren
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23:00 03.07.2017
Das Rathaus an der Karl-Marx-Straße bekommt eine neue Gasheizung. In der Molkereistraße werden dazu Fenster, Dach, Elektro- und Trinkwasserinstallation erneuert. Quelle: Wolfgang Sens (Archiv)
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Ostrau

Das Investitionsprogramm „Brücken in die Zukunft“ von Bund und Freistaat Sachsen – auch Investitionskraftstärkungsgesetz genannt – trägt in Ostrau bald erste Früchte. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat der Vergabe umfangreicher Sanierungsvorhaben am Verwaltungsgebäude der Gemeinde in der Molkereistraße und im Rathaus an der Karl-Marx-Straße zugestimmt. Rund 68 000 Euro werden hier verbaut – Geld, dass die Kommune ohne die 75-prozentige Förderung hätte gänzlich allein aufbringen müssen, weil es in den regulären Förderprogrammen kaum Mittel für die Sanierung von Kommunalgebäuden gibt.

Dabei ist der Bedarf vor allem in der Molkereistraße gewaltig. Das geteilte Dach ist undicht. Unter der Nordfläche können die Räume nicht als Gemeindearchiv genutzt werden, weil Regenwasser eindringt. Allein 20 000 Euro werden hier vom Zschaitzer Dachdeckerbetrieb Kunze verbaut. Auf der Südfläche sind die früheren Lüftungsdome das Problem: Gebraucht werden sie nicht mehr und Wasser lassen sie – wie die undichte Dachhaut – auch noch ins Haus. Mehr als 4000 Euro kostet die Reparatur, die der Ostrauer Dachdecker Litzke übernimmt. Dass ein Dach von zwei Firmen saniert wird, erklärte Bürgermeister Dirk Schilling damit, dass die jeweilige Beschaffenheit der Dachflächen völlig unterschiedlich sei, weshalb man zwei Baulose vergeben musste. Jeweils das wirtschaftlichste Angebot wurde ausgewählt.

Ebenfalls undicht sind die Fenster in der Molkereistraße. Diese werden von der Ostrauer Firma Mahrenholz erneuert. Dazu bekommen sie neue Rollläden, die künftig eine bessere Temperatursteuerung in den Räumen erlauben sollen.

Regelrecht vorsintflutlich mutet die Elektroverteilung in dem Gebäude an. Die Verteilanlage im Keller des Hauses wäre für Elektrohistoriker interessant – den aktuellen Ansprüchen an Technik und Sicherheit erfüllt die Anlage nicht mehr. Für 7000 Euro schafft die Firma Elektro Harry Freiberg aus Limmritz Abhilfe. Noch aufwendiger wird die neue Trinkwasserinstallation, die mit mehr als 12 000 Euro zu Buche steht. Die Ostrauer Firma Brückner soll die alten Leitungen austauschen, da bislang nach Wasserabstellungen rund eine halbe Stunde Leitungsspülung notwendig war, bis das Wasser wieder klar strömte.

Sowohl in der Molkereistraße als auch im Rathaus wird zudem die Heizung von Öl auf Gas umgestellt. Knapp 21 000 Euro werden zusammen fällig. Im Rathaus müssen die 1995 eingebauten Öltanks, Leitungen und Heizkessel ausgebaut und durch einen Gasbrennwertkessel und neue Leitungen ersetzt werden. In der Molkereistraße wird zum Teil schon mit Gas geheizt. Hier sollen aus den drei vorhandenen Heizungsanlagen zwei Heizkreise mit einer Gasanlage werden. Die Arbeiten beginnen in den nächsten Wochen.

Von Sebastian Fink

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