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Döbeln Ostrau rüstet Feuerwehren für 375 000 Euro auf
Region Döbeln Ostrau rüstet Feuerwehren für 375 000 Euro auf
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19:53 26.10.2018
So wie der neue Iveco (l.) in Ottewig könnten die beiden TSF-W für Rittmitz und Schrebitz aussehen. Quelle: Sebastian Fink (Archiv)
Ostrau

„Wir schwimmen nicht im Geld“, sagte Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) bevor er dem Gemeinderat am Dienstagabend die Pläne zur künftigen Ausstattung der vier Ortsfeuerwehren vorstellte. Und angesichts des Investitionsvolumens von knapp 375 000 Euro schien dies notwendig zu sein. Einen Großteil der Tagesordnung nahmen die Ausgaben für die Brandbekämpfer ein.

Doch dass die Verwaltung nicht plötzlich dem Größenwahn anheim gefallen ist, machte Schilling mit dem folgenden Satz deutlich: „Die Gelegenheit ist günstig.“ Denn von besagter Summe, in der gleich drei neue Fahrzeuge sowie eine neue Tragkraftspritze, eine hydraulische Rettungsschere und weitere Ausrüstung stecken, zahlt die Kommune nur einen Bruchteil aus eigener Tasche.

Feuerwehrförderung verdoppelt

95 985 Euro um genau zu sein. Und das verteilt auf die kommenden beiden Jahre. Grund für die neuen Möglichkeiten ist eine deutliche Aufstockung der Feuerwehrförderung im Landkreis Mittelsachsen. „Die Fördermittel wurden auf 40 Millionen Euro verdoppelt, die Förderquote für Fahrzeuge und Ausrüstung von 40 auf 75 Prozent erhöht. Und wir wissen nicht, ob wir das nächstes Jahr immer noch bekommen“, erklärte Schilling.

Daher war nun Eile geboten, Grundsatzbeschlüsse zu treffen. Den größten Posten macht der Kauf zweier Tragkraftspritzenfahrzeuge mit 800-Liter-Wassertank (TSF-W) aus. Je rund 140 000 Euro kosten diese. Die Gemeinde Zschaitz hatte erst 2017 ein ähnliches für die Feuerwehr Ottewig gekauft, um einen alten Robur LO zu ersetzen.

Zusammenarbeit mit Großschirma

So ähnlich soll es nun im Falle der Ortswehren Rittmitz und Schrebitz verlaufen. Letztere hat einen 30 Jahre alten LO in der Garage stehen, in Rittmitz ist das TSF 29 Jahre alt. Beide kann die Kommune durch einen Kniff sogar noch günstiger ersetzen: Denn würde Ostrau allein zwei neue Fahrzeuge kaufen, läge die Förderung bei 87 000 Euro pro Stück. „Ab dem Kauf von drei TSF gibt es aber eine Zusatzförderung. Dadurch steigt die Summe auf 104 000 Euro pro Fahrzeug“, erklärte Schilling.

So fragte man herum, welche Kommune ebenfalls auf TSF-Suche ist und fand in Großschirma einen Partner. Zusammen sollen nun vier Fahrzeuge bestellt werden – bei getrennter Abrechnung. Der Gemeinderat stimmte einer Mittelbereitstellung von 80 000 Euro für 2019 und 200 000 Euro für 2020 zu. Werden die bis Mittwoch zu beantragenden Fördermittel genehmigt, wird die Auslieferung der beiden TSF für 2020 erwartet.

Fast neuer MTW für Ostrau

Schon entschieden ist dagegen über den Kauf eines neuen Mannschaftstransportwagens (MTW) für die Ortswehr Ostrau. Für 33 500 Euro haben die Kameraden, die seit einem Jahr für einen Ersatz des 24 Jahre alten VW T4 sammeln, einen VW-Kombi als Neunsitzer aufgetan – Baujahr 2017, nur 8000 Kilometer auf dem Tacho und voll ausgestattet mit Vorbereitung der digitalen Funkanlage und Signalbalken auf dem Dach.

Da solche Angebote meist nicht lange auf dem Markt sind, gab Bürgermeister Schilling per Eilentscheid grünes Licht. Zumal der Förderbescheid über 22 240 Euro bereits eingegangen ist. 6500 Euro Spenden fließen ebenfalls in den Kauf. Dadurch bleibt für die Kommune nur ein Eigenanteil 6760 Euro.

Rettungsschere und neue Spritze

Desweiteren gibt es zwei größere Ausrüstungsanschaffungen für die Wehr: Die Ostrauer bekommen einen hydraulischen Rettungssatz für 22 000 Euro. „Ostrau ist Stützpunktwehr, hatte das alte Gerät zuletzt beim tödlichen Unfall auf der B 169 am 3. Oktober im Einsatz. Bei den heutigen Autos stößt es nach zehn Jahren an seine Grenzen“, erklärte Schilling. Auch hier gibt es 75 Prozent Förderung.

Dazu kommt neue Dienstkleidung für knapp 12 000 Euro und weitere Ausrüstung, darunter eine neue Tragkraftspritze, die allein 11 300 Euro kostet. Insgesamt sollen hier nochmal knapp 32 000 Euro fließen – allerdings nur, wenn die Fördermittel genehmigt werden.

Von Sebastian Fink

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