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Ostrau und Zschaitz sparen die Hälfte beim Internetausbau

Eigenanteil sinkt auf unter 300 000 Euro Ostrau und Zschaitz sparen die Hälfte beim Internetausbau

Was die Bürgermeister der Gemeinden Ostrau und Zschaitz gehofft hatten, ist nun Gewissheit: Der Breitbandausbau wird deutlich günstiger als befürchtet. Seit Freitag liegt die Kostenschätzung eines Telekommunikationsanbieters vor, der den Ausbau übernehmen will. Demnach spart man mehr als die Hälfte der veranschlagten Kosten.

Glasfaser bis in jedes Haus wird für die Landgemeinden deutlich günstiger als befürchtet.

Quelle: picture alliance / dpa (Archiv)

Ostrau/Zschaitz. Ein fröhliches Gesicht machte Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) am Freitagnachmittag nicht nur, weil das Wochenende kurz bevor stand. Er hatte auch das Ergebnis des Interessenbekundungsverfahrens für den Ausbau des Breitbandinternets in den Gemeinden Ostrau und Zschaitz-Ottewig in den Händen. Darin wurde deutlich, was sich vergangene Woche schon in Großweitzschen angedeutet hatte (die DAZ berichtete): Es wird deutlich günstiger für die Kommunen als befürchtet.

„Unser Eigenanteil hat sich sehr erfreulich entwickelt. Zwar müssen die genauen Parameter von unserem Dienstleister TKI noch ausgewertet werden, aber es bleiben für Ostrau und Zschaitz-Ottewig zusammen weniger als 300 000 Euro übrig“, freute sich Schilling. Denn damit sparen sich die beiden Kommunen im Vergleich zu den im teuersten Fall berechneten Ausbaukosten von 605 000 Euro mehr als die Hälfte der Ausgaben. In Großweitzschen, das mit Ostrau und Zschaitz in der Bedarfsermittlung eng zusammengearbeitet hatte, waren die Kosten gar von knapp einer Million auf unter 300 000 Euro oder rund 70 Prozent gesunken. Zwar hatte Schilling stets mit einer Reduzierung gerechnet, da in vielen Straßen bereits Leerrohr verlegt ist und Kabel mit neuester Technik auch durch den Boden geschossen werden können, anstatt teuer Asphaltdecken und Gehwege aufzugraben, doch die Bestätigung in der Hand zu halten, sei doch noch einmal etwas anderes.

Und die Kosten könnten sich sogar noch weiter absenken. Denn noch ist unklar, wie die Förderung des Ausbaus steuerlich behandelt wird. „Es kann sein, dass die Summe nur netto förderfähig ist, das heißt der ausbauende Telekommunikationsanbieter müsste die Mehrwertsteuer selbst geltend machen“, erklärte Schilling. Dadurch könnte sich auch der Unterschied zwischen Landes- und Bundesförderung von 90 beziehungsweise 92 Prozent erklären: Fällt der 19-prozentige Mehrwertsteuersatz für die Kommunen weg, würden bei ursprünglich zehn Prozent Eigenanteil genau diese zwei Prozent eingespart.

Und: Die Gemeinden können auch noch entscheiden, ob das Fördergebiet um einige kleine, abseits liegende Ortschaft verkleinert wird, die stattdessen mit Richtfunk erschlossen werden. Bis zu 15 Prozent der geförderten Bedarfsfläche könnten so auf Kosten des Waldheimer Anbieters Misaxnet ausgebaut werden und damit der Eigenanteil der Gemeinden weiter absinken.

Sicher ist bislang nur, dass sich ein Anbieter zum Ausbau mit Glasfaserkabel bereit erklärt hat. Die Verwaltungsgemeinschaft aus Ostrau und Zschaitz-Ottewig muss nun bis Ende September den Förderantrag einreichen. Schilling rechne mit einer Bearbeitungszeit von rund sechs Monaten, so dass eventuell bis Ende März 2018 der Förderbescheid vorliegt. Dann könnte der Ausbau starten. Fraglich ist nur noch, wie schnell die passenden Baufirmen gefunden werden können, da sachsenweit Kommunen im kommenden Jahr mit dem Ausbau beginnen wollen. Zudem wird der geförderte Ausbau nur einen Teil des jeweiligen Gemeindegebietes schnell erreichen. Für den Rest gibt es eine Eigenausbauerklärung der Deutschen Telekom, die diese innerhalb der nächsten drei Jahre in die Tat umsetzen muss.

Von Sebastian Fink

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