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Döbeln Ostrau will Hauptstraße erneuert haben
Region Döbeln Ostrau will Hauptstraße erneuert haben
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23:00 20.04.2017
Rissig, löchrig, laut – die Karl-Marx-Straße in Ostrau könnte nach Ansicht der Gemeinde eine grundhafte Sanierung vertragen. Quelle: Gerhard Dörner
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Ostrau

Die Karl-Marx-Straße hat bei den Ostrauern nach vielen Wintern ohne echte Instandsetzung einige Spitznamen bekommen: Buckelpiste, Flickenteppich oder gar Panzerstraße. Manche nennen sie einfach nur kaputt. Die Gemeindeverwaltung hätte am liebsten eine grundhafte Sanierung der Strecke zwischen Bahnhofstraße und Gasthof Wilder Mann. Doch das für die Staatsstraße zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) möchte in diesem Jahr nur die Brücke über die Kleine Jahna instandsetzen.

Das reicht Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) nicht, wie er während der jüngsten Gemeinderatssitzung verkündete. „Wir haben unsere Forderung beim Lasuv abgegeben. Die Aussage, die Brücke zu sanieren, hat uns nicht befriedigt“, sagte Schilling. Er nutzte den Besuch des Lasuv-Niederlassungsleiters Michael Stritzke anlässlich der Vorstellung der B 169-Varianten vor gut zwei Wochen, um das Anliegen der Kommune zu bekräftigen. „Ich habe ihn nochmal auf die Karl-Marx-Straße angesprochen und er will sich darum kümmern“, sagte Schilling. Schon im vergangenen Jahr hatte er mit der Sanierung gerechnet, doch die Straße flog aus finanziellen Gründen aus dem Arbeitsplan des Lasuv.

Doch selbst, wenn dieses eine grundhafte Sanierung ablehnt, könnte immer noch zumindest eine neue Schwarzdecke aufgebracht werden. Dafür wäre der Landkreis zuständig. Hier läuft noch die Aufstellung einer Prioritätenliste nach dem Abfahren der Straßen in der Region.

Bernd Sonntag, Vorsitzender des Ostrauer Gewerbeverbandes, bekräftigt die Notwendigkeit, etwas an der Straße zu machen. „Sie ist sehr defekt und wird ja nicht besser. Der Gewerbeverkehr, zum Beispiel vom Kalkwerk, ist enorm und spätestens nächstes Jahr sähe die Straße richtig schlimm aus“, meint er.

Grundsätzlich für eine Modernisierung spricht sich auch Tom Herrmann von der Ostrauer Apotheke aus – einer der letzten gewerblichen Anlieger an der Karl-Marx-Straße. „Dass die Straße gemacht werden muss, dafür bin ich“, sagt er, schränkt aber ein: „Sie ist halt die einzige Hauptstraße in Ostrau und für uns als letztes Geschäft wäre es nicht gut, wenn hier Jahrhunderte gesperrt wäre. In Deutschland geht Straßenbau nie schnell“, sagt Herrmann mit gewollter Übertreibung. Ein wenig sitzt er zwischen den Stühlen. Einerseits sei es durch die Schlaglöcher laut für die Anwohner, zu denen er selbst auch gehört. Andererseits müsste bei einer Sanierung gewährleistet sein, dass es schnell ginge – und am besten über den Sommer, wenn ohnehin weniger Kunden kämen.

Von Sebastian Fink

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