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Döbeln Ostrau will Wohnblöcke sanieren
Region Döbeln Ostrau will Wohnblöcke sanieren
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13:09 23.02.2018
Fast 60 Jahre hat die Fassade der Wohnblöcke an der Oschatzer Straße auf dem Buckel. Mit Balkonen soll sie nach der Sanierung ein modernes Bild abgeben. Quelle: Sven Bartsch
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Ostrau

Auf dem Weg zur Sanierung der kommunalen Wohnblöcke an der Oschatzer Straße in Ostrau hat die Kommune einen ersten wichtigen Schritt getan: In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde dem Verkauf des Mehrfamilienhauses an der Rittmitzer Straße 15 in Kattnitz zugestimmt. 120 700 Euro erhält die Gemeinde von der Wohnwerk Leipzig GmbH für das teilweise vermietete Gebäude – Geld, dass bald wieder in Steine investiert werden könnte.

Für die Kommune ist es ein gutes Geschäft. Man erhält den Schätzpreis, den das Sachverständigenbüro Zemmrich zuvor ermittelt hatte und entgeht dem Sanierungsdruck, den das Büro mit rund 72 000 Euro beziffert hatte. Zudem ist ein Weiterverkaufsbonus vereinbart worden: Wird das Haus in den nächsten zehn Jahren mit Gewinn verkauft, erhält die Gemeinde einen Teil des Erlöses.

Leere Wohnungen in Kattnitz sollen saniert werden

Und man hat mit Wohnwerk-Geschäftsführer Philip Wertheimer einen Käufer gefunden, der nicht weit entfernt sitzt, vom Fach ist und den Sanierungsstau aufarbeiten will. gegenüber der Gemeinde hat er versichert, die beiden leerstehenden Wohnung im Erdgeschoss sanieren zu wollen, um das Haus wieder voll zu vermieten. Für die bestehenden Mieter ändert sich dagegen nichts. Sie hatte zuvor die Sorge umgetrieben, was mit der Nutzung von Nebengebäuden und Garage auf dem Gelände passiert, wenn der Besitzer wechselt.

Hier wird es künftig vielleicht sogar noch besser, denn auch die Gemeinschaftsbereiche sollen saniert werden, nachdem die Kommune in den vergangenen Jahren bis auf die nötigsten Reparaturen und den Einbau einer vollbiologischen Kläranlage nichts am Grundstück erneuert hat.

Verkaufserlös könnte für einen Block reichen

Das soll sich mit den Einnahmen aus dem Verkauf an den sechs Wohnblöcken entlang der Oschatzer Straße in Ostrau ändern. Hier sind die Wohnungen zwar von innen bei jedem Leerzug auf den neuesten Stand gebracht worden. Doch von außen haben die Gebäude noch fast das gleiche Aussehen wie zur Zeit der Erbauung zwischen 1956 und 57. „Das Geld soll in die Sanierung fließen. Mit dem Erlös könnte man vielleicht schon einen ganzen Block schaffen“, meint Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU).

Neben dem Putz sollen auch die Dächer erneuert werden. Quelle: Sven Bartsch

Noch fehlen Kostenschätzungen über eine Fassadensanierung sowie dem geplanten Anbau von Balkonen. Letzteres sei entscheidend für die künftige Attraktivität des Wohngebietes, meint Schilling. Sollen junge Leute in die Wohnungen einziehen, müssen auch Balkone her.

Da es für die Erneuerung kommunalen Wohnraums keine Fördermittel gibt, will die Verwaltung das Vorhaben in Ruhe planen. Im Laufe des Jahres soll es konkret werden mit einem Baustart. Das Gute an den Blöcken: Die Kosten sind für alle ähnlich, was die Planung über die nächsten Jahre erleichtert. Der Verkauf der Häuser an eine Wohnungsgesellschaft, der im vergangenen Jahr schon einmal im Gespräch war, scheint damit vom Tisch. Zumal die Gebäude der Gemeinde einen Gewinn von rund 100 000 Euro pro Jahr bringen.

Von Sebastian Fink

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