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Döbeln Ostrauer Blumengeschäft schließt
Region Döbeln Ostrauer Blumengeschäft schließt
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21:00 12.02.2018
Im Wohn- und Geschäftshaus an der Sachsenstraße, wo auch der frühere Schlecker-Markt untergebracht war, hat Heike Langfritz ihren Blumenhandel. Quelle: Wolfgang Sens (Archiv)
Ostrau

Heike Langfritz fällt es nicht leicht, das Aus für ihren Blumenhandel im Ostrauer Gewerbegebiet zu verkünden. „Ich mache das nicht aus Spaß oder wegen einer Insolvenz“, sagt sie. Doch der Gesundheitszustand ihres Mannes lässt die Selbstständigkeit mit allen Pflichten und den Arbeitszeiten von Montag bis Sonnabend nicht mehr zu. Darum schließt Heike Langfritz ihren Laden nach mehr als 17 Jahren zum 31. März.

„Das wird der letzte Öffnungstag sein. Ich mache vorher noch einen Ausverkauf. Den genauen Termin gebe ich noch bekannt“, sagt sie und fügt hinzu: „Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich schon jetzt bei allen Kunden zu bedanken.“ Der Laden sei gut angenommen worden, auch wenn es ein mal mehr mal weniger schwer zu führender Kampf gewesen sei, den eben viele Einzelhändler zu kämpfen hätten. Doch ohne die besonderen privaten Umstände, wäre das Geschäft problemlos weiter gelaufen, betont Heike Langfritz.

Neuer Blumenhändler gesucht

Die 55-Jährige würde dennoch gern weiter als Angestellte im Blumenhandel arbeiten – am liebsten im eigenen Laden. Doch die Suche nach einem Nachfolger verlief bislang erfolglos. „Es wäre schön, wenn Jemand den Laden übernehmen würde. Das würde perfekt passen, ich kenne ja meine Kundschaft“, sagt sie. Und diese wiederum dürfte gern weiterhin im bekannten Ambiente einkaufen wollen.

Die Versorgung der Ostrauer mit frischen Schnittblumen und Pflanzen ist durch die drohende Schließung des Geschäfts in der Sachsenstraße dennoch nicht gefährdet. Drei weitere Händler gibt es im Ort – alle mit ihren Spezialisierungen. Bei Cordula Schöne am Karl-Liebknecht-Platz gibt es neben schönen Pflanzen auch guten Wein. Gabi Körnigs Blumenhaus an der Kirchstraße hat sich mit seiner Nähe zum Friedhof auch auf Passendes für Trauer spezialisiert.

Floristikfachgeschäft Töpke hofft auf Penny-Nachfolger

Rajko Töpke hat sein Floristikfachgeschäft im Gebäude des früheren Penny-Marktes an der Oschatzer Straße. Hier will er auch trotz des Auszuges des Discounters zunächst bleiben. Wie lange, hänge aber davon ab, ob sich bald ein Nachmieter für Penny finde. „Wenn da nicht über kurz oder lang wieder ein Geschäft einzieht, müssten wir uns überlegen, uns aus Ostrau zurückzuziehen“, sagt Töpke gegenüber der DAZ.

Der Floristikfachhandel von Rajko Töpke links neben dem früheren Penny-Markt bleibt nur dauerhaft vor Ort, wenn ein Nachfolger für den Discounter einzieht. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)

Durch seinen Blumengroßhandel und zehn weitere Filialen in der Region, sei man an den Standort nicht unbedingt gebunden. Die Suche nach einem neuen Mieter für den ehemaligen Supermarkt gestalte sich trotz Eigentümerwechsels schwierig.

Von Sebastian Fink

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